Fr., 13.01.2017

Neues für Gamer Nintendo Switch: Eine Konsole für daheim und unterwegs

Mit einem Griff lässt sich der Handheld aus der TV-Docking-Station ziehen. Die beiden Joy-Con-Controller der Switch stecken hier in der Halterung für die stationäre Nutzung.

Mit einem Griff lässt sich der Handheld aus der TV-Docking-Station ziehen. Die beiden Joy-Con-Controller der Switch stecken hier in der Halterung für die stationäre Nutzung. Foto: Nintendo

Nintendo hat nicht nur mit klassischen Spielkonsolen viel Erfahrung. Auch das Doppeldisplay-Konzept der DS-Handheld-Serie war ein Erfolg. Nun machen sich die Japaner daran, die mobile und die stationäre Spielewelt in einer Konsole zu vereinen.

Von dpa

Tokio (dpa/tmn) - Das Modul-Konzept der neuen Switch hatte Nintendo schon im Oktober vorgestellt: Das Gerät ist stationäre Konsole und Handheld in einem. Nun haben die Japaner mit dem 3. März auch den genauen Termin für den weltweiten Marktstart genannt - und mehr Details.

Das Handheld bietet etwa ein 6,2-Zoll-Multitouch-Display und einen via USB-C-Kabel aufladbaren Akku, der je nach Nutzung drei bis sechs Stunden durchhalten soll. Bei den Games verzichtet Nintendo auf Regionalsperren. Allerdings soll ein für den Start im Herbst geplanter Online-Multiplayer-Dienst extra kosten. Bislang ist mit 300 Dollar (gut 280 Euro) nur der US-Preis der Switch bekannt.

Die Konsole besteht aus einer Docking-Station zum Anschließen an den Fernseher und dem Handheld, der aus der Station herausgezogen werden kann, wenn man abseits des TV-Geräts oder unterwegs spielen möchte. Fester Bestandteil der Konsole sind zwei vielseitig nutzbare Controller (Joy-Cons). Sie lassen sich links und rechts ans Handheld, aber auch an eine mitgelieferte Joy-Con-Halterung fürs TV-Gaming anstecken. Die Controller können aber auch unabhängig voneinander in den Händen gehalten und verwendet werden - von einem oder auch von zwei Spielern im Multiplayer-Modus. Weil man den Handheld dann nicht halten kann, ist in dem Gerät ein Aufsteller integriert.

Weil jeder Joy-Con nicht nur über einen kompletten Tastensatz, sondern zudem über eigene Sensoren verfügt, ist in Spielen auch eine unabhängige Bewegungssteuerung für links und rechts möglich. Am linken Controller findet sich darüber hinaus eine eigene Taste für Screenshots, im rechten steckt noch ein NFC-Funkmodul zum Datenaustausch mit Spielfiguren sowie eine Infrarot-Bewegungskamera, die etwa in bestimmten Spielen Objekte - wie etwa die Hände der Spieler - und ihre Bewegungen identifizieren können.

Zum Lieferumfang gehören zudem zwei Handgelenkschlaufen für die Joy-Cons, ein HDMI-Kabel und ein Netzteil für die Station. Nintendo plant die Switch in zwei Farbversionen: eine mit grauen Joy-Cons und eine mit Controllern in Rot und Blau. Im lokalen WLAN sollen sich bis zu acht Switch-Konsolen drahtlos verbinden können.

Details zur Hardware im Inneren von Handheld und Docking-Station gibt es auch nach der jüngsten Präsentation kaum: Bekannt ist nur, dass Nvidia nach eigenem Bekunden den Tegra-Prozessor mit integriertem Grafikchip liefert. Zum Verkaufsstart der Konsole sollen sicher etwa «The Legend of Zelda: Breath of the Wild» und die Mini-Spiele-Sammlung «1-2-Switch» verfügbar sein.



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