Do., 02.11.2017

Familie Generationsübergreifendes Wohnen gegen Einsamkeit

Familie: Generationsübergreifendes Wohnen gegen Einsamkeit

Foto: pixabay.com

Die Bevölkerungsstruktur der Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Trotz leicht gestiegener Geburtenrate kommen in Deutschland heute weniger Kinder zur Welt als früher. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung. Das hat zur Folge, dass sich das Durchschnittsalter der Bevölkerung erhöht. Dieser demografische Wandel hat nicht nur Einfluss auf unser Rentensystem, sondern auch auf den zur Verfügung stehenden Wohnraum und die soziale Situation älterer Menschen. Generationsübergreifendes Wohnen kann auf diese Entwicklung eine Antwort sein.

Mehrgenerationenhäuser – Alternative für Generationen

Immer weniger Paare wünschen sich Kinder, und die Großfamilie wird zunehmend zum Relikt aus der Vergangenheit. Während sich die zusätzlich vorhandene Freizeit während der Erwerbsjahre noch mit Hobbys, Urlaub und Aktivitäten mit Freunden füllen lässt, kommt ein kinderloses Dasein im Rentenalter manchmal als Bumerang zurück: Keine Kinder oder Enkel, oft auch kein Lebenspartner – eine solche Einsamkeit im Alter kann schnell in einer Altersdepression münden. Gleichzeitig soll die Aufnahme in ein Pflegeheim im besten Fall ganz vermieden oder zumindest bis ganz ans Lebensende verschoben werden.

Generationsübergreifendes Wohnen in Mehrgenerationenhäusern stellt also gerade für die Älteren eine echte Alternative dar. Diese Idee beschäftigt nicht nur Ministerien und Verwaltungsinstitutionen, sondern auch große Firmen: Die Immobilienentwickler des Finanzdienstleistungsunternehmens Swiss Life fordern innovative Konzepte mit kleinen und großen Wohneinheiten, die bereits generationsübergreifend durchdacht sind. Zudem beschäftigt sich Swiss Life mit zukunftsorientierten Wohnkonzepten wie Clusterwohnungen oder Mehrgenerationen-WGs. So stellen sich Unternehmen bereits jetzt darauf ein, dass die „Best Ager“ von Morgen nicht gleich ins Altersheim wollen – und machen sich wie Swiss Life Gedanken um die passenden Immobilien.

Vorteile des generationsübergreifenden Wohnens

Wohnprojekte, in denen mehrere Generationen unter einem Dach leben, können im sozialen Wohnungsbau ebenso geplant werden wie bei privaten Immobilienprojekten. Sie haben gemeinsam, dass für alle Bewohner einzelne Wohnungen vorgesehen sind – für Singles ebenso wie für Paare und Familien. Zusätzlich gibt es Räume, die gemeinsam genutzt werden, zum Beispiel zum gemeinsamen Kochen und Essen.

Ältere Mitmenschen bleiben bei dieser Art des Zusammenlebens in Mehrgenerationenhäusern länger fit, ein soziales Umfeld bleibt erhalten. Zusätzlich findet ein Austausch zwischen den Generationen statt: Die Jungen können von den Alten lernen. Die Älteren können die Jüngeren dafür im Alltag unterstützen, beispielsweise durch Babysitten. Im Gegenzug helfen die Jüngeren den Älteren dort, wo es nötig ist: Sie können für sie einkaufen, oder ihnen beim Einrichten des PCs oder des Smartphones mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Dabei werden in einem Mehrgenerationenhaus zukünftig nicht nur Familien leben, sondern zunehmend auch Lebensgemeinschaften, die sich aus Patchworkfamilien und alleinerziehenden Elternteilen zusammensetzen.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5260379?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686138%2F2686293%2F2686315%2F