Fr., 02.02.2018

Finanzen Ein Leitfaden über Kryptowährungen und wie man an sie rankommt

Finanzen: Ein Leitfaden über Kryptowährungen und wie man an sie rankommt

Foto: colourbox.de

In der modernen Welt gibt es auch eine modernere Art als mit Münzen, Geldscheinen oder Kreditkarten zu bezahlen. Bei sogenannten Kryptowährungen bezahlt man mit virtuellem Geld. Die bekannteste unter ihnen ist der Bitcoin. Dieser erlebte im vergangenen Jahr seinen großen Aufschwung und vervielfachte seinen Wert um 1400 Prozent am Ende von 2017 gegenüber dem Jahresanfang.

Dabei wurde das Konzept Bitcoin bereits im Jahr 2008 von Entwickler Satoshi Nakamoto, dessen Name nur ein Pseudonym ist, vorgestellt. Jedoch erst jetzt gewinnen die virtuellen Währungen an Beliebtheit. Denn dank des Booms des Bitcoins, geraten auch andere Kryptowährungen wie Ether oder Dash in den Fokus. Immer mehr Menschen investieren in das digitale Geld, um an den Erfolgen der Währungen teilhaben zu können. Doch wie genau funktioniert das Handeln mit Bitcoin und Co? Wo kann ich Kryptowährungen kaufen und welche lohnen sich?

Bevor man in digitale Währungen investiert, muss man jedoch verstehen, was man da genau vor sich hat. Sie existieren nur im Internet, Münzen oder Geldscheine gibt es davon keine – von keiner Kryptowährung. Anstelle des Gelddrucks werden Bitcoins beispielsweise von Computern berechnet. Wie zunächst der Dollar an den Goldvorkommen gemessen wurde, so wurde auch dem Bitcoin ein Limit von 21 Millionen Einheiten auferlegt. Aktuell befinden sich rund 16 Millionen auf dem Markt. Die technische Grundlage für Bitcoin liefert eine sogenannte Blockchain, die von dem gleichen Entwickler kreiert wurde. Diese fungiert wie eine Datenbank, in der alle Transaktionen des Bitcoinhandels festgehalten werden. Dabei kann diese nur erweitert werden, alte Einträge sind nicht löschbar und jeder neue Eintrag ist an den vorherigen geknüpft. Es ist ein ausgeklügeltes System, welches es unmöglich machen soll, mit Bitcoin zu betrügen. Dieses System sorgt ebenfalls dafür, dass man keine Mittelsmänner braucht. So ist der Bitcoin nicht an ein Land oder eine Bank gebunden, d.h. etwas wie die Europäische Zentralbank für Kryptowährungen gibt es nicht. Zusätzlich ist es komplett anonymisiert. Ein Aspekt, der den Handel mit Kryptowährungen so beliebt macht.

Wie kaufe ich Bitcoins?

Um an Bitcoins ranzukommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist der Erwerb über Plattformen wie bitcoin.de. Nach einem Verifizierungsprozess, bekommt man ein Konto auf dieser Plattform und kann sich im Austausch mit „richtigem Geld“ Bitcoins kaufen. Man muss aber keine ganzen Bitcoins kaufen. Wer am 23. Januar beispielsweise 500 Euro eintauschen wollte, hat dabei 0,05498865 Bitcoins erhalten. Zu Beginn des Bitcoinhandels 2013 hätte man für das gleiche Geld an einem guten Tag noch 10 Bitcoins bekommen. Eine andere Möglichkeit, Bitcoins zu erwerben, ist der Kauf über eine Social-Trading-Plattform wie eToro. Über diese Börsen kann man auch viele weitere Kryptowährungen kaufen, von denen es mittlerweile über tausend verschiedene gibt.

Doch wo und wie bewahrt man dieses virtuelle Geld eigentlich auf?

Auch hierfür gibt es verschiedene Alternativen. Doch genauso wie „echtes Geld“ braucht man für Bitcoins und Co. entweder ein Portemonnaie oder ein Konto. Am unsichersten lagert es bei Börsen, da diese gehackt werden können. Wie bei einem Banküberfall ist das Geld dann weg. Deshalb ist es eher ratsam sich ein sogenanntes Wallet (deutsch: Portemonnaie) auf dem Computer oder Handy einzurichten. Dies ist entweder ein Programm oder eine App. Wer mit dem Internet nicht verbunden ist, dem kann nichts gestohlen werden. Noch sicherer ist die Variante des „Cold Wallet“. Hierbei speichert man die erworbenen Bitcoins auf einem USB-Stick, den man dann sicher zuhause aufbewahren kann.

Welche Kryptowährung darf es sein und was kann ich damit kaufen?

Wie bereits gesagt, gibt es neben dem Bitcoin noch viele andere digitale Währungen. Und da der Hype um sie gerade erst ausgebrochen ist, kann man damit rechnen, dass dieser auch noch eine ganze Weile anhalten wird. Branchenkenner vermuten sogar, dass der Bitcoin dieses Jahr sogar noch die 40.000 Euro pro Einheit -Marke knacken wird. Es ist jedoch auch nicht unwahrscheinlich, dass er von einer anderen Kryptowährung überholt wird. Wer sich also für den Kauf einer solchen Währung entschließt, sollte dabei nicht nur Bitcoins im Auge haben. Auch Währungen wie Monero, Cardano, Neo, Ripple, Litecoin und IOTA können dabei durchaus interessant sein. Am günstigsten kommt man nach aktueller Kurslage an Cardano, Ripple und IOTA, welche mit knapp zwei Euro pro Einheit die teuerste ist. IOTA ist sogar eine deutsche Entwicklung und ihr Erfinder gerade mal 21 Jahre jung.

Kaufen kann man sich mit Kryptowährungen übrigens schon relativ viel. Das Internet hält dabei nach wie vor die meisten Einsatz- und Erwerbsmöglichkeiten bereit. Aber auch viele Geschäfte akzeptieren beispielsweise schon Bitcoins als Bezahlmittel. Sogar Autos oder gar Häuser kann man ebenfalls schon mit Bitcoins bezahlen. Dem digitalen Geld sind also keine Grenzen gesetzt.

Wer an eine Investition denkt, sollte sich detailliert informieren und genau überlegen wie viel Geld er in welche Kryptowährung investiert. Eine Absicherung gibt es schließlich nicht und das Risiko trägt im Endeffekt jeder selbst. Doch eins ist sicher, was aktuell ein Hype ist, kann gut möglich zu einem Dauerbrenner werden, von dem dies nur der Anfang ist.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5477838?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686138%2F2686293%2F2686316%2F