Mo., 21.08.2017

Technik im Studium Von Notebook bis Jodel: IT für Studienanfänger

Ohne Notebook geht nichts: Im Studium ist der mobile Rechner so wichtig wie Stift und Papier.

Ohne Notebook geht nichts: Im Studium ist der mobile Rechner so wichtig wie Stift und Papier. Foto: Jens Kalaene

Endlich eingeschrieben für den Traumstudiengang, der Mietvertrag für die WG ist unterschrieben und BAföG beantragt. Was jetzt noch fehlt, ist die technische Ausstattung. Notebook, Drucker, Apps: Was braucht man so als Studienanfänger?

Von dpa

Münster(dpa/tmn) - Oft reichen in der Vorlesung auch Block und Stift. Aber eben nicht immer: Notebook und Co. erleichtern den Unialltag erheblich. Diese Technik-Grundausstattung verhilft Erstsemestern zum gelungenen Start - unabhängig vom Fachbereich:

- Notebook: «Auf jeden Fall Pflichtprogramm», stellt Martha Schuldzinski vom Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) der Uni Münster fest. Studieren ohne Computer ist heute fast unmöglich: Die Anmeldung für Kurse erfolgt per Intranet, Skripte werden dort hochgeladen, handschriftliche Hausarbeiten sollte man nicht abgeben.

Fabio Krämer vom Computermagazin «Chip» empfiehlt vor allem Chromebooks für das Studium: «Chromebooks sind günstig, mit allen nötigen Programmen ausgestattet und haben eine relativ lange Akkulaufzeit.» Kostenpunkt für die leichten Laptops, mit denen man aber nur Google-Anwendungen nutzen kann: ab rund 230 Euro.

Lediglich für rechenintensive Programme - die man zum Beispiel in Designstudiengängen nutzt - sollten Studierende sich einen leistungsfähigeren Laptop kaufen, meint Krämer. Dann müssten sie mit Preisen von mehr als 500 Euro aber tiefer in die Tasche greifen.

- Software: Das Studentenmagazin «Unicum» rät, die Open-Source-Programme Writer, Calc und Impress von Libre Office zu verwenden. Im Gegensatz zu Microsofts Office-Paket sind die kostenlos. Für Apple-Nutzer sind die iWork-Programme Pages, Keynote und Numbers gratis im App Store zu haben. Praktisch seien außerdem kostenlose Cloud-Dienste, also Onlinespeicher wie Dropbox, Google Drive oder Apples iCloud, in denen sich zum Beispiel Hausarbeiten speichern lassen. Auch Notizprogramme wie Evernote oder Microsoft One Note sind hilfreich: Mit ihnen kann man Mitschriften und Notizen geräteübergreifend anfertigen, bearbeiten und lesen.

- Drucker: Ein Drucker zu Hause ist praktisch. Doch lohnt sich ein Kauf nur bei regelmäßiger Nutzung. Man sollte vor allem darauf achten, dass Ersatz-Tintenpatronen günstig sind und das Gerät doppelseitig drucken kann (Duplex-Druck). Das spart Papier, Platz im Ordner und Gewicht in der Tasche. Günstigere Alternativen für Wenigdrucker sind zumeist Copyshops und Kopierer in der Bibliothek.

- Hochschul-Apps: Wann muss ich wo sein? Was gibt es heute in der Mensa? Solche Studierenden-Fragen beantworten immer öfter Apps - teils direkt von der Uni: Mit der RWTH-App können Aachener Studenten zum Beispiel ihren Stundenplan, ihre Noten und einen Raumplan der Hochschule abrufen. Auch die Mensa-Speisepläne stehen drin. Studenten, deren Hochschule kein Komplettpaket anbietet, finden oft einzelne Apps wie iMensa oder Mensaplan, die Speisepläne für verschiedene Hochschulen bündeln. Mit Gratis-Apps wie Time Table oder Stundenplan hat man dagegen den Überblick über anstehende Veranstaltungen. Einige Hochschulen wie die Uni München greifen mit Raumfinder- oder Campus-Karten-Apps insbesondere Erstsemestern unter die Arme.

- Scan-Apps: Notizen und Dokumente kann man auch ohne eigenen Multifunktionsdrucker daheim schnell scannen - per Smartphone-App. Und die kann nebenbei noch den Weg in den Copyshop sparen, wenn es ums Scannen von Skripten oder Buchseiten geht. Kostenlos scannt man etwa mit Evernote - erhält aber nur eine Fotodatei. Praktischer sind Scan-Apps, die Dokumente als PDFs speichern, etwa Office Lens (Microsoft), iScanner, CamScanner oder Simple Scan. Letztere können sogar Text erkennen und für ein Office-Dokument extrahieren. Einige Grundfunktionen dieser Aps sind gratis, für die Vollversionen werden jeweils um die fünf Euro fällig.

- Jodel: Ob Vorlesung, Bibliothek oder einsame Freistunden: Manchmal ist Studieren ziemlich eintönig. Dann hilft jodeln - aber nicht in den Alpen, sondern mit dem Smartphone. Die App Jodel funktioniert wie ein anonymes Twitter mit Standortbegrenzung. Im Umkreis von zehn Kilometern kann man lustige Zitate vom Prof oder Kurioses aus dem Unialltag teilen, diskutieren und dabei Karmapunkte sammeln.

Das macht Spaß, und Neulinge lernen durch die Beiträge ihr neues Zuhause richtig gut kennen: Wo sind die besten Partys? Fällt die Straßenbahn schon wieder aus? Allerdings attestiert «Unicum» dem Netzwerk zwei Probleme: Manche Studis jodeln nur kopierte Sprüche, die schon in anderen Städten gut angekommen sind. Und: Nicht in jeder Hochschulstadt ist die Jodel-Intensität gleich hoch.



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