Mi., 13.01.2016

Technik Smartphones: Zwischen Nutzen und Datenverbrauch

Technik : Smartphones: Zwischen Nutzen und Datenverbrauch

Foto: Flickr

Smartphones sind beliebt wie nie zuvor. Seit 2009 stieg die Verbreitung der kleinen Alleskönner in Deutschland kontinuierlich an. Betrug die Anzahl damals noch 6,3 Millionen Geräte, hat sie sich bis Mitte 2015 auf insgesamt 46 Millionen Smartphones erhöht: Das entspricht einem Zuwachs von 730 Prozent in den vergangenen sechs Jahren.

Laut dem Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche Bitkom besitzen knapp 6 von 10 Bundesbürgern ab 14 Jahren ein eigenes Smartphone. Sie nutzen die kleinen Taschencomputer nicht nur zum Telefonieren, sondern als Terminplaner oder Kalender, um im Internet zu surfen, zum Empfangen und Versenden von Kurznachrichten, für die Navigationsfunktion, zum Streamen von Musik, zum Spielen oder um sich Online-Videos anzusehen.

Viele dieser Funktionen erfordern jedoch eine permanente Internetverbindung. Besonders die Video- und Musikfunktionen moderner Smartphones werden in diesem Zusammenhang schnell zum Problem. Schließlich sind Streamingdienste echte Datenfresser, was den Nutzen bei Tarifen mit begrenztem Datenvolumen stark einschränkt. Kunden können sich entweder bei ihrem Provider mehr Datenvolumen hinzubuchen oder auf ein spezielles Angebot eines Mobilfunkanbieters warten. Bei 1&1 findet beispielsweise aktuell eine Aktion statt, durch die man bei Abschluss eines neuen Vertrages kostenlos das Zwei- bis Vierfache des ursprünglichen Datenvolumens erhält. Von solchen Aktionen können Kunden enorm profitieren, ohne allzu viel zusätzliches Geld investieren zu müssen.

Jedes Byte zählt – Datenverbrauch reduzieren

Wer momentan in einem Mobilfunkvertrag steckt oder kein attraktives Angebot findet, der sollte versuchen, auf andere Weise Datenvolumen zu sparen. Dadurch kann unnötiger Datenverbrauch eingeschränkt und mehr Platz für wichtige Anwendungen geschaffen werden. Häufigster Grund für unnötig hohen Datenverbrauch sind falsche Einstellungen im Betriebssystem und bei einigen Apps.

- Die wichtigste Einstellung findet sich in den Mobilfunkeinstellungen. Beispielsweise kann in den Android-Einstellungen eine spezielle Benachrichtigung aktiviert werden, die informiert, wenn die Hälfte des Datenvolumens verbraucht wurde. Darüber hinaus können Nutzer sogar einen Höchstwert einstellen. Ist dieser einmal überschritten, werden keine weiteren Daten mehr verbraucht. Das schützt insbesondere vor Zusatzkosten, die durch Datenautomatiken entstehen können.

- Wer Musikstreamingdienste nutzen möchte, sollte für jede gehörte Minute mindestens ein verbrauchtes Megabyte einplanen. Einschränken lässt sich das beispielsweise durch das Reduzieren der Soundqualität. Auf diese Weise lässt sich der Datenverbrauch der verschiedenen Streamingdienste wie Spotify, Napster oder Apple Music etwa um die Hälfte reduzieren. Darüber hinaus sollten Nutzer einstellen, dass Musiktitel und Updates nur über eine WLAN-Verbindung heruntergeladen werden dürfen. Dadurch werden große Datenpakete nur über das heimische Netzwerk geladen und schonen damit das knappe Mobilfunk-Datenvolumen.

- Auch der Datenverbrauch durch Surfen auf Social-Media-Plattformen und Online-Zeitungen kann verringert werden. Einige Browser wie Opera und Chrome bieten beispielsweise eine kostenlose Datenkomprimierung an, die den Datenverbrauch um bis zu 30 Prozent verringern kann. Opera hat dieses Feature mit der App "Opera Max" auch für andere Dienste möglich gemacht. Die gesamten Mobilfunkdaten werden dazu über einen VPN-Server komprimiert und geschrumpft. Bilder und Fotos werden dadurch bereits vor dem Download verkleinert, was unnötig große Downloads vermeidet.

Bildrechte: Flickr, Smartphones, Esther Vargas, Bestimmte Rechte vorbehalten



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