Di., 02.02.2016

Technik Mobile Payment: Das Prinzip des mobilen Zahlens

Technik : Mobile Payment: Das Prinzip des mobilen Zahlens

Foto: colourbox.de

Mobiles Bezahlen bedeutet simpel ausgedrückt, dass dem oder auch einem damit verbundenen anderen Gadget an der Kasse eines stationären Händlers ein Zahlungsvorgang herbeigeführt werden. Dies soll insbesondere eine bequeme und sichere Zahlungsweise sein, um Einkäufe einfach zu begleichen. Die Technik ist noch jung. Es gibt unterschiedliche Konzepte, die gegeneinander konkurrieren. Welches Prinzip sich letztendlich durchsetzen wird, ist noch ungewiss.

In Deutschland wenig verbreitet

In Ländern, in denen Geldautomaten und Banken dünn gestreut sind, hat sich das mobile Bezahlen schnell durchgesetzt und viele Freunde gefunden. Dort wird diese Möglichkeit des Bezahlens gerne genutzt. Oft sogar ohne überhaupt ein Konto bei einer Bank zu haben. In Deutschland ist das anders gelagert. Das Banken- und Geldautomatennetz ist sehr dicht. Fast jeder hat ein Bankkonto mit einer entsprechenden Bank- und einer Geldkarte. Viele Deutsche sehen dieses Konzept aufgrund dessen eher als überflüssig an. Außerdem gibt es Bedenken wegen der Sicherheit.

Fehlende Standarisierung

Es gibt zwar etliche Anbieter für das mobile Bezahlen, aber die Nutzer stehen den zahlreichen Angeboten mit teilweise unterschiedlichen Techniken häufig ratlos gegenüber. Der durchschnittliche Verbraucher lässt die neue Möglichkeit meistens noch links liegen. Auch die Märkte und Unternehmer sehen die Konzepte aktuelle in der Regel noch skeptisch. Einige haben trotzdem das Neuland bereits betreten. Allerdings dürfte noch einige Zeit vergehen, bis sich ein Standard herauskristallisiert haben wird, der sich dann auf breiterer Front durchsetzen kann.

Bezahlen mit der Smartwatch

Im Frühjahr 2015 hatte das südkoreanische Unternehmen Samsung die Einführung von Samsung Pay angekündigt. Dieses sollte in direkter Konkurrenz zu Apple Pay stehen. Mit ausgesuchten Partnern sollte im Sommer des Jahres dann der Start erfolgen. Damit wären Smartwatches eines der ersten Gadgets, welches Samsung Pay unterstützt. So würde Samsung dem Konkurrenten Apple folgen. Beide führten fast gleichzeitig ihren Dienst zum mobilen Bezahlen ein. Die Gerüchteküche brodelt. Wird Samsung Gebühren für diesen Service nehmen? Wenn ja, wie hoch werden diese sein? Wie löst Samsung das Problem mit der Sicherheit beim mobilen Bezahlen? Andere Mitspieler wie Google mit seinem Dienst Android Pay wollen wahrscheinlich keine Gebühren erheben. Es wird davon gesprochen, dass Samsung ebenfalls darauf verzichten will.

Fazit

Das mobile Bezahlen in Deutschland steckt noch in den Kinderschuhen. Es ist hier noch einiges Gerangel auf dem Markt zu erwarten, bis sich eines der angebotenen Systeme durchsetzen wird. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings hoch, dass viele von uns in nicht allzu weit entfernter Zukunft ihre Einkäufe des täglichen Bedarfs mit dem Smartphone oder der Smartwatch bezahlen.



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