Mi., 15.03.2017

Technik Umstellung auf DVB-T2 HD: Welchen TV-Empfangsweg soll man wählen?

Technik : Umstellung auf DVB-T2 HD: Welchen TV-Empfangsweg soll man wählen?

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Ab dem 29. März 2017 wird das digitale Antennensignal DVB-T in vielen Regionen Deutschlands abgeschaltet und durch das DVB-T2 HD-Signal ersetzt. Einer Umfrage von TNS Infratest zufolge wollen alleine rund 500.000 Nutzer vom digitalen Antennensignal auf TV-Streaming umsteigen. Welche weiteren Alternativen gibt es zu DVB-T2 HD und worin unterscheiden sie sich?

Mit der Abschaltung von DVB-T und der Umstellung auf DVB-T2 HD wird die Programmvielfalt von ehemals maximal 25 Sendern auf bis zu 40 Sender erhöht, außerdem sind die Programme größtenteils in hochauflösendem HD empfangbar. Münsteraner Fernsehzuschauer profitieren davon jedoch vorerst nur, wenn sie ihr Antennenfernsehen über den Dortmunder Sendemast empfangen. Über den Münsteraner Sender kann DVB-T2 HD voraussichtlich erst ab Frühjahr 2018 empfangen werden. Wer dann wie gewohnt die privaten Programme wie RTL, Sat.1 und Co. empfangen möchte, muss eine jährliche Pauschale von 69 Euro entrichten. Außerdem ist zur Entschlüsselung des neuen Signals eine sogenannte Set Top-Box nötig. Weitere Informationen zur Umstellung auf DVB-T2 HD gibt die Stiftung Warentest.

Kabelfernsehen

Der Empfang über Kabel (DVB-C) ist fast im gesamten Bundesgebiet möglich und benötigt keinen zusätzlichen Receiver, da so gut wie jeder Fernseher einen DVB-C-Empfänger verbaut hat. Die monatlichen Fixkosten belaufen sich beim Kabelfernsehen im Paket mit einem Internetanschluss auf ca. 20 Euro. Für den Empfang von Privatsendern in High Definition (HD) zahlen Kunden etwa 4 Euro zusätzlich.

Satellitenfernsehen

Keine monatlichen Fixkosten entstehen beim TV-Empfang über Satellit (DVB-S), wenn dem Nutzer die privaten Fernsehsender in Standardqualität (SD) ausreichen. Die öffentlich-rechtlichen Programme sind in HD empfangbar und werden über den Rundfunkbeitrag finanziert. Nur der einmalige Anschaffungspreis für die Schüssel (ab ca. 100 Euro) wird fällig. In HD-Qualität kostet der Empfang 5,75 Euro im Monat. Das Satellitenfernsehen besticht durch sein vielfältiges Programmangebot, oft können auch ausländische Sender empfangen werden. Der große Nachteil ist, dass der TV-Empfang über Satellit in vielen Mietwohnungen untersagt ist. Außerdem können bei schlechten Wetterverhältnissen Signalstörungen auftreten.

TV-Streaming

Der TV-Empfang über Streaming ist überall dort möglich, wo eine stabile Internetverbindung besteht. Bei einigen Anbietern können die Programme auch zeitversetzt geschaut werden. Zusätzliche Hardware wie etwa Receiver sind beim Streaming überflüssig, der Empfang erfolgt über Geräte wie Smartphone, Tablet oder Smart TV, die in den allermeisten Haushalten bereits vorhanden sind. Für den Empfang der Fernsehprogramme über das TV-Streaming wird je nach Anbieter und Angebot eine monatliche Gebühr zwischen 6,99 und 14,99 Euro fällig. Weitere Informationen zum TV-Streaming und zu den anderen Empfangswegen stellt der Streamingdienstanbieter Zattoo in seinem TV-Ratgeber bereit.

IPTV

Ebenfalls per Internet lässt sich IPTV empfangen. Es ist für sehr gute Bildqualität sowie eine große Senderauswahl bekannt und wird wie das TV-Streaming von seinen Nutzern dafür geschätzt, dass man Ausstrahlungen auch zeitversetzt schauen kann und nicht an feste Zeiten gebunden ist. IPTV gibt es jedoch nur in Kombination mit Internet-Paketen: ein klassisches Beispiel ist das Telekom Entertain-Paket. Je nach Anbieter belaufen sich die Kosten auf ca. 30 bis 50 Euro. Außerdem ist ein flotter Internetanschluss erforderlich, in ländlichen Regionen hakt der IPTV-Empfang daher unter Umständen.

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