Mi., 24.05.2017

Großeinsatz für Feuerwehr Großbrand zerstört Fabrikhalle in Rheine

Bei einem Großbrand in Rheine ist es in Halle einer dort ansässigen Firma zu großem Schaden gekommen.

Bei einem Großbrand in Rheine ist es in Halle einer dort ansässigen Firma zu großem Schaden gekommen. Foto: Jens Keblat

Rheine - 

(Aktualisiert) Dicke Rauchwolken über Rheine: In der Nacht zu Mittwoch ist die Feuerwehr zu einem Großeinsatz in einer Kunststofffabrik gerufen worden. Etwa 120 Einsatzkräfte aus dem nördlichen Münsterland waren im Einsatz gegen die Flammen.

Von Eva Paetow und Sebastian Kröger

Die Feuerwehr ist gegen 23.30 Uhr alarmiert worden. Vor Ort wurde den Einsatzkräften schnell klar, dass es sich um einen über das normale Maß hinaus gehenden Brand handelte, sodass Unterstützung aus Emsdetten, Borghorst und Wettringen gerufen wurde.

Etwa 120 Einsatzkräfte kämpften gegen das Feuer, das in der Glasfaserweberei einer Textil- und Kunststofffabrik ausgebrochen war. Die etwa 2200 Quadratmeter große Halle ist von zwei Seiten gelöscht worden, um das Übergreifen der Flammen auf weitere Teile der Firma zu verhindern.

Anwohner verlassen ihre Häuser

Mehrere Wohnhäuser in der Nachbarschaft des Firmengeländes seien vorsorglich evakuiert worden, wie der Einsatzleiter berichtete. In einem Gerätehaus in Rheine-Mesum wurden die Anwohner versorgt. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand.

Das Feuer sorgte für großes Aufsehen, die Flammen schlugen meterhoch aus der Halle: „Wir haben schon auf dem Anfahrtsweg gesehen, dass sich hier eine große Brandentwicklung aufgetan hatte und daraufhin haben wir dann schon Vollalarm für die Feuerwehr Rheine gegeben. Vollalarm bedeutet, dass die vier Löschzüge sowie auch die hauptamtlichen Kräfte hier an der Einsatzstelle relativ schnell vor Ort waren", sagte Johannes Plagemann, Leiter der Feuerwehr Rheine und Einsatzleiter.

„Das Gebäude ist bis auf die Grundmauern heruntergebrannt“

Noch bis zum Mittwochabend rechnet Plagemann jetzt mit weiteren intensiven Nachlöscharbeiten an der Brandstelle. Den ganzen Tag über wolle man weiterhin ein bis zwei Löschzüge vor Ort belassen.

Nach Angaben der Feuerwehr wurde die etwa 2200 Quadratmeter große Halle völlig zerstört. „Ein Dach gibt es nicht mehr. Das Gebäude ist bis auf die Grundmauern heruntergebrannt“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Mittwochmorgen.

Bei den polizeilichen Ermittlungen an der Brandstelle haben sich keine Hinweise auf eine Brandstiftung ergeben. Nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen ist ein technischer Defekt an einer Maschine brandursächlich gewesen. Der Sachschaden bewegt sich nach ersten Schätzungen im siebenstelligen Eurobereich. Die Brandstelle ist bereits von der Staatsanwaltschaft Münster freigegeben worden.

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Weitere Fotos, ein Video von dem Einsatz und mehr Details, wie etwa zu Straßensperrungen, sehen Sie bei unseren Kollegen aus Rheine: Feuer in Rheine-Mesum



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