Sa., 20.02.2016

Höhere Lebensqualität Besser wohnen im Hansaviertel

Die neue Arbeitsgruppe „Wohnen-Leben-Lachen im Hansaviertel“  möchte die Lebensqualität der Bewohner in diesem Stadtteil steigern. Das erste Projekt ist bereits umgesetzt: Die Stadt Greven hat von der Firma „Sahle Wohnen“, beide sind Mitglied in der Arbeitsgruppe, eine Wohnung für die Jugendarbeit angemietet. Die Zeit der langen Wege ist vorbei.

Die neue Arbeitsgruppe „Wohnen-Leben-Lachen im Hansaviertel“  möchte die Lebensqualität der Bewohner in diesem Stadtteil steigern. Das erste Projekt ist bereits umgesetzt: Die Stadt Greven hat von der Firma „Sahle Wohnen“, beide sind Mitglied in der Arbeitsgruppe, eine Wohnung für die Jugendarbeit angemietet. Die Zeit der langen Wege ist vorbei. Foto: Jan-Philipp Jenke

Greven - 

Zusammen ist man stärker: „Wohnen-Leben-Lachen im Hansaviertel“ heißt die neue Arbeitsgruppe, die sich verstärkt für Bürgern im Stadtteil einsetzen will. Ein erstes Projekt ist bereits Wirklichkeit geworden.

Von Bettina Laerbusch

Es ist fast schon Aufbruchstimmung, die im Haus der Begegnung an der Martinuskirche gerade zu spüren ist. Martina Bücker vom Awo-Familienzentrum, Rike Bünder von der Flüchtlingshilfe, Cornelia Daume von „Sahle Wohnen“ und sieben weiteren Personen im Raum ist deutlich anzumerken, dass sie große Lust haben, sich gemeinsam für die Bürger im Hansaviertel einzusetzen. „Wohnen-Leben-Lachen im Hansaviertel“: Genauso heißt die neue Arbeitsgruppe, die nach einem Anstoß von Cornelia Daume bereits im November gegründet wurde. In dieser Woche erläutern die Mitglieder erstmals öffentlich, was sie vor- und was die bereits geschafft haben.

Das Wichtigste: Seit Anfang Februar gibt es wieder einen Ort im Hansaviertel für die Jugendarbeit. Genauer gesagt: Die Stadt Gronau hat von der Firma Sahle – beide sind in der Arbeitsgruppe vertreten – deren ehemalige Musterwohnung angemietet. Die ist circa 70 Quadratmeter groß und hat drei Räume, in denen es zum Beispiel Lernunterstützung gibt. Diese Wohnung gibt Claudia Termöllen-Gausling von der Stadt Greven oder auch ihrer Kollegin Ariane Frese jetzt wieder die Möglichkeit, direkt im Hansaviertel mit Jugendlichen und Eltern in einem geschützten Raum zu reden – nicht nur draußen am Skaterplatz. Cliquen werden in der Wohnung mit der Adresse Stauffenbergstraße 24 ebenso betreut, es wird zum Beispiel zusammen gekocht. Das alles war bis Oktober in der Begegnungsstätte im Hansaviertel möglich, die wird aber jetzt als Flüchtlingsunterkunft benötigt.

„Wir haben schon viel positive Resonanz bekommen“, betont Claudia Termöllen-Gausling. Dass es jetzt eine Wohnung für die Jugendarbeit direkt im Hansaviertel gebe, sei „großartig“. Der neue Arbeitskreis hat‘s ermöglicht – sozusagen „auf dem kleinen Dienstweg“. Heißt in diesem Fall: Alle vier Wochen treffen sich die Mitglieder, zwischendurch wird telefoniert oder es gibt kleinere Treffen. Man kennt sich. Man schätzt sich. Zusammen ist man stärker und findet schneller bessere Lösungen. „Wir haben ein Netzwerk gebildet mit dem Ziel, gemeinsam für die Nachbarn Angebote zu machen und dem Quartier, den Bürgern dort, eine Stimme zu geben“, bringt es Cornelia Daume auf den Punkt.

Wer gehört der Arbeitsgruppe an? Ulrich Zeranka ist da, er vertritt den Ortsverein der Awo. Neben ihm sitzen Claudia Termöllen-Gausling und Ariane Frese von der Stadt Greven sowie die schon erwähnte Rike Bünder. Sie repräsentiert die Flüchtlingshilfe, Martina Bücker zusammen mit Stefanie Walter das Awo-Familienzentrum. Susanne Steffen und Markus Twickler sind neben Cornelia Daume für Sahle Wohnen gekommen. Philipp Wimber ist für Arau Immobilien da. Ganz wichtig: Die St.-Martinus-Gemeinde sitzt mit im Boot, an diesem Morgen in Person von Verwaltungsreferent Michael Hüttermann.

Alle zwölf Genannten bilden auch das Organisationsteam für das Sommerfest, es ist das nächst größere Projekt der Arbeitsgruppe „Wohnen-Leben-Lachen im Hansaviertel“. Termin und Ort stehen fest: Gefeiert wird am 4. Juni (Samstag). „Uns ist wichtig, dass nicht nur die Bewohner des Hansaviertels eingeladen sind, sondern alle Grevener“, unterstreicht Cornelia Daume.

Stefanie Walter hat bereits eine Kletterburg vom Kreissportbund organisiert. Wie groß das Fest letztendlich werde, hänge natürlich auch vom Budget ab, sagt sie und schiebt gleich diesen Satz hinterher: „Spenden sind willkommen.“ Jeder, der das tun wolle oder auch Ideen für das Sommerfest habe, kann sich bei ihr unter ✆ 0 25 71/60 64 (Awo-Familienzentrum) melden.

Mittelfristig ist vorgesehen, alle Bürgerinnen und Bürger, die Lust haben sich einzubringen, in den Arbeitskreis einzubinden – wenn der sich erst einmal gut eingearbeitet hat.

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