Fr., 23.09.2016

Pläne für die Münsterstraße und Johannesstraße Senioren-WG und Tagespflege

Greven - 

Eine Tagespflege, Wohngemeinschaften und Wohnungen sollen auf einem 1600 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Münster- und Johannesstraße entstehen.

Von Peter Beckmann

Senioren- und Frauen-Union der CDU sprechen seit Wochen und Monaten von einem enormen Bedarf und fordern vehement eine Lösung des Problems. Demnach sind Tagespflegeplätze in Greven äußerst rar, es gebe sogar eine lange, lange Warteliste. Fragt man allerdings Ingrid Werning, Leiterin des Gertudenstiftes, das eine Tagespflege mit 15 Plätzen an der Münsterstraße betreibt, ist das wohl nicht so. „Wir sind erstmals in diesem Jahr ausgebucht, vorher waren immer Plätze frei“, sagte sie. Wie dem auch sei: Demnächst werden weitere 15 Tagespflegeplätze hinzukommen – schräg gegenüber der bestehenden Einrichtung.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt jedenfalls hat diese Pläne abgenickt und den Bebauungsplan auf den Weg gebracht. An der Münsterstraße 71 (ehemals Foto Pölking) ist ein dreigeschossiges Gebäude mit Staffelgeschoss geplant. Die Tagespflegeeinrichtung im Erdgeschoss soll im rückwertigen Teil einen eingeschossigen Anbau erhalten. In den Obergeschossen sollen Räumlichkeiten für Wohngemeinschaften von Senioren entstehen.

Das insgesamt 1600 Quadratmeter große Grundstück geht bis zur Johannesstraße durch. Dort sollen in einem zweigeschossigem Gebäude mit Staffelgeschoss zehn seniorengerechte Wohnungen entstehen.

Bauherr ist die Firma „Hanse Wohnbau“ mit Sitz in Greven. „Wir möchten zum einen Tagespflegeplätze anbieten und zum anderen bezahlbaren Wohnraum für Senioren schaffen“, sagte Geschäftsführer Wolf Dietrich Olerink. So sollen die Wohnungen auch mit öffentlichen Mitteln gefördert werden, fallen also unter die Kategorie sozialer Wohnungsbau. Und diese Wohnungen fehlen in Greven bekanntlich an allen Ecken und Kanten.

Betrieben werden soll die Tagespflege von der „Cathamed Pflegedienst und Service GmbH“ mit Sitz in Borghorst. Die betreut dann auch die Bewohner der Senioren-WG und, wenn gewünscht, auch die Bewohner der zehn Wohnungen an der Johannesstraße. „Technisch werden die beiden Gebäude miteinander vernetzt“, sagte Olerink.

Cathamed ist in Greven kein unbekannter Pflegeanbieter. Das Unternehmen hat an der Martinistraße in der neuen Rathaus-Passage seinen Sitz und bietet seine Leistungen den dortigen Bewohnern an.

Der zeitliche Rahmen für dieses Projekt steht im übrigen noch nicht fest. „Das müssen wir noch mit Stadtverwaltung und der Cathamed absprechen“, sagte Olerink. Mit dem Bau der Wohnungen an der Johannesstraße soll aber sofort nach dem Beschluss des B-Planes begonnen werden.

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