Di., 18.10.2016

Freilichtbühne Humorvoll und hüllenlos

Michel aus Lönneberga hat meistens Unsinn im Sinn und manchmal eine Suppenschüssel auf dem Kopf. Das Kinderstück dürfte im kommenden Sommer ein Publikumsmagnet in Reckenfeld werden.

Michel aus Lönneberga hat meistens Unsinn im Sinn und manchmal eine Suppenschüssel auf dem Kopf. Das Kinderstück dürfte im kommenden Sommer ein Publikumsmagnet in Reckenfeld werden. Foto: Detlef Dowidat

Reckenfeld - 

Die Freilichtbühne hat das Programm 2017 vorgestellt. Es beginnt ziemlich freizügig und endet mit einer Geschichte über Liebe und Särge.

Von Rosemarie Bechtel

Im Rahmen einer Pressekonferenz der Freilichtbühne stellte nun Bühnenvorsitzender Heinz Neumann das Programm für die Spielzeit 2017 vor. Die beginnt bereits im Januar. „Doch natürlich nicht auf der Freilichtbühne, sondern im Spielerheim. Dort werden wir „Kalender Girls“ aufführen“, berichtet er. Einige Aktive wollten gerne auch im Winter Theater spielen und etwas anderes bringen als während der Sommersaison. So entschied man sich für „Kalender Girls“.

Die Regie übernehmen Viola Niepel und ihre Tochter Nele als Assistentin. Die beiden verfügen über reichlich Bühnenerfahrung, und man darf gespannt sein, wie sie das Thema umsetzen. Als Film (mit Helen Mirren) berührte diese Geschichte viele Zuschauer. Das Stück erzählt die komische und zugleich berührende Geschichte einer Gruppe von Frauen um die 50, die sich im Rahmen eines Frauenclubs treffen. Einige rebellieren gegen die pedantische Clubvorsitzende, die nichts für Neuerungen übrig hat. Als Annies Mann John, den alle mögen, an Leukämie erkrankt und stirbt, wollen ihm einige der Clubfrauen auf ihre bescheidene Art ein Denkmal setzen. Sie möchten der Klinik, in der er gestorben ist, ein Sofa spenden, auf dem die wartenden Angehörigen dann sitzen können. Doch so viel Geld bekommt man mit Marmeladen- und Kuchenverkauf nicht zusammen. Annie und ihre Freundin Chris haben eine verwegene Idee: Wir stellen einen Kalender her, der nicht (wie schon so oft) Heimatansichten zeigt, sondern die Clubmitglieder bei ihren alltäglichen Tätigkeiten – allerdings nackt. Die anderen zu überzeugen, ist nicht leicht, doch der Kalender kommt zustande, und die Frauen werden zu Stars. Doch der Erfolg droht die Freundschaft zu zerstören. Man darf gespannt sein, wie die Vorlage umgesetzt wird – und wie die Aktbilder aussehen werden. Man kann sicher sein, dass die Bühnenakteure diese Szenen mit sehr viel Fingerspitzenge-fühl angehen.

Geplant sind sieben Aufführungen. Die Aufführungen sind für folgende Tage geplant: 21. Januar, 27. Januar, 28. Januar, 2. Februar, 3. Februar, 10. Februar und 11. Februar. Die Premiere ist am 21. Januar im Studio der Bühne. Weitere Termine sind der 27. und 28. Januar sowie 2., 3., 10. und 11. Februar jeweils um 20 Uhr. Ab sofort kann man Karten reservieren. Da im Studio nur jeweils gut 50 Zuschauer Platz finden, sollten sich Interessierte rechtzeitig kümmern. „Die Karten wären auch ein schönes Weihnachtsgeschenk“, wirbt Heinz Neumann, der zugleich die Stücke für das Sommertheater vorstellte. Astrid Lindgrens „Michel in der Suppenschüssel“ steht als Familienstück auf dem Programm. Mit dem Musical „Zum Sterben schön“ , in Anlehnung an den Film „Grabgeflüster – Liebe versetzt Särge“ wird schwarzer englischer Humor gezeigt. „Ein Stück mit vielen Passagen zum Lachen – das, was die Zuschauer wünschen“, freut sich Neumann. Abgerundet wird das Sommerprogramm mit dem Klassiker „Tratsch im Treppenhaus“.



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