Mi., 30.11.2016

Beirat für Menschen mit Behinderung Über Teilhabe und Schwerhörigkeit

Marita Dirks-Kortemeyer  informierte über das Bundesteilhabegesetz.

Marita Dirks-Kortemeyer  informierte über das Bundesteilhabegesetz. Foto: Alfred Riese

Greven - 

Schwerhörige sind oft von der Welt und ihren Mitmenschen abgeschnitten. Das muss nicht sein. Entsprechende Technik verleiht der Caritasverband. Darüber – wurde jetzt im Beirat für Menschen mit Behinderung informiert.

Der Beirat für Menschen mit Behinderung hat im Rathaus getagt. Neben den Themen „Barrierefreie Innenstadt“ und hier insbesondere der von der Stadtverwaltung zur Diskussion gestellte Teilplan Mobilität stand auch das Thema „Schwerhörigkeit“ im Fokus der Beiratssitzung.

Aus eigener Betroffenheit schilderte Michael Rubbert, Mitglied des Beirates, die täglichen Herausforderungen bei hochgradiger Schwerhörigkeit. Er stellte seine Ausführungen unter ein Zitat von Immanuel Kant „Nicht sehen können trennt von Dingen, nicht hören können trennt von den Menschen“.

Rubbert: „Wegen der Unsichtbarkeit wird meine Schwerhörigkeit weitgehend unterschätzt, zumal ich im Vergleich zu Gehörlosen über eine noch gute Sprechfähigkeit verfüge. Mit verschiedenen Techniken oder Tricks versuche ich, möglichst optimale kommunikative Bedingungen zu erreichen.“

Ester Frey und Bärbel Henrich vom Caritas-Verband Emsdetten/Greven informierten sodann die Beiratsmitglieder umfassend zum Thema „Technische Hilfsmittel“. Inzwischen gibt es viele technische Hilfsmittel vom bekannten individuellen Hörgerät über Ringschleifen, Lichtsignalanlagen, Hörverstärker für Telefon und Fernsehen und viele mehr. Gerade die induktiven Höranlagen (Ringschleifen) sind für den Schwerhörigen sehr von Vorteil, da er über sein Hörgerät Signale frei von Nachhall und Störgeräuschen empfangen kann. Eine solche Ringschleife, die auch beim Caritas-Verband ausgeliehen werden kann, sollte zum Beispiel im Rathaus und/oder bei Ratssitzungen installiert werden.

Marita Dirks-Kortemeyer von der Lebenshilfe informierte über das Bundesteilhabegesetz. Viele Kritikpunkte zu diesem Gesetz sind bereits über die Verbände der Behindertenhilfe thematisiert. Positive Aspekte sind, dass Menschen mit Behinderung, die sich ehrenamtlich engagieren und dafür eine Unterstützung in Form einer Assistenz benötigen, diese demnächst im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes finanziert bekommen würden. Weitere Informationen zum neuen Bundesteilhabegesetz erteilt gerne die Lebenshilfe oder der Caritas-Verband.



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