Mo., 20.03.2017

Konzert „GoodNightFolks“ „Happy St. Patrick’s Day“

Der Beginn einer Tradition? St. Patrick‘s Day mit den „GoodNightFolks“ im ausverkauften Landhaus Rickermann – daran könnte man sich gewöhnen.

Der Beginn einer Tradition? St. Patrick‘s Day mit den „GoodNightFolks“ im ausverkauften Landhaus Rickermann – daran könnte man sich gewöhnen. Foto: Stefan Bamberg

Reckenfeld - 

„GoodNightFolks“ brachten am St. Patrick’s Day den Saal im Landhaus Rickermann zum kochen.

Von Stefan Bamberg

Das Münsterland ist ja schon ziemlich katholisch. In der Regel bibelfest und auch in Sachen christliche Namenstage voll der auf der Höhe. Aber bei der Frage durchzublicken, wer nun heilig, selig oder „nur“ wichtig ist – selbst für Insider nicht so einfach. Der irische Bischof Patrick allerdings, der ist den allermeisten ein Begriff. Und: Den kennen sogar Protestanten!

Schuld daran ist zum einen die Guinness-Brauerei, die den Schutzpatron der grünen Insel – vor allem promillemäßig – in ganz neue Sphären hob. Und zum anderen die Tatsache, dass Anlässe zum Feiern und Bier trinken ja eigentlich immer ganz willkommen sind. „St. Patrick’s Day“, weiß auch Dirk van Aaken von den „GoodNightFolks“, „geht seit einigen Jahren auch in Deutschland durch die Decke.“ Toll für die Grevener Vorzeige-Folker, ganz besonders toll aber für die Fans, die am Samstagabend gemeinsam mit van Aaken, Hinnerk Willenbrink, Christian Pieper und Martin Burgholz das Landhaus Rickermann zum Glühen bringen.

Volle Hütte, unruhige Beine, geölte Kehlen – und ein Versprechen zu Beginn: „Reckenfeld! In einer Stunde seid Ihr nass geschwitzt!“, sagt Frontmann Willenbrink, der mit „Leaving of Liverpool“ denn auch gleich mal eine zünftige Schwof-Nummer raus haut. Blendende Stimmung, von Anfang an.

Wegen oder trotz der modischen Accessoires, die fortan im Publikum kursieren: Einigermaßen alberne grüne Guinness-Hüte verbreiten sich wie ein Lauffeuer – die fälligen Selfies könnten am Morgen danach Kopfschütteln ausgelöst haben. Aber was soll’s: „St. Patrick’s Day“ ist schließlich nur einmal im Jahr.

Die Mucke auf der Bühne jedenfalls ist – ganz anders als dieser skurrile Kopfschmuck – ganz und gar nicht trashig. „Jetzt kommt Einer, auf den Ihr wahrscheinlich alle wartet“, kündigen die Folker an – und schunkeln sich synchron warm. „And it’s no, nay, never, no nay never no more – will I play the wild rover, no, never, no more“, singt der Saal. Überhaupt: Bei den bekannten Evergreens – „Dirty, old town“, „Fields of Athenry“, „Galway Girl“ – boxt im Landhaus der Papst.

Genauso begeistern können aber die melancholischeren Songs: Zum Abschluss des zweiten Sets, beim berühmten „Boat on the river“, wird romantisch gekuschelt. Anschließend aber wieder geschunkelt und getanzt – bis in den Sonntagmorgen.



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