Do., 18.05.2017

Neuanschaffung im Matthias Claudius Haus Mehr Mobilität

Eine tolle Sache: Rollfiets oder wahlweise Fahrradrikscha verschaffen den Senioren die Möglichkeit, mobiler zu werden und auch größere Bereiche des Ortes zu erkunden.

Eine tolle Sache: Rollfiets oder wahlweise Fahrradrikscha verschaffen den Senioren die Möglichkeit, mobiler zu werden und auch größere Bereiche des Ortes zu erkunden. Foto: Rosemarie Bechtel

Reckenfeld - 

„Das macht aber Spaß“, freuten sich die Bewohner des Matthias Claudius Hauses, als sie mit dem Rollfiets oder wahlweise mit der Fahrradrikscha eine Runde gefahren wurden.

Von Rosemarie Bechtel

Dabei trauten sich einige Bewohner erst nicht, sich in diese ganz besonderen Transportmittel zu setzen. Julia Hüls vom sozialen Dienst hatte diese Räder entdeckt. Sie sah sie bei der St.-Josef-Stiftung in Emsdetten im Einsatz und dachte sich: „Das wäre doch auch etwas Tolles für unsere Bewohner“. Also nahm sie Kontakt auf und bekam freundlicherweise die Zusage, diese Räder zum Ausprobieren und Vorstellen nach Reckenfeld zu holen.

Hausmeister Ralf Schmidt half und übernahm ebenfalls ein Rad zur Überführung nach Reckenfeld. „Ich fahre selbst wenig mit dem Fahrrad“, gesteht Julia Hüls. „Aber ich war erstaunt, wie gut sich diese Räder fahren lassen“. Am MCH angekommen, warteten dort schon einige Bewohner auf diese besonderen Transportmittel. Nach und nach trauten sie sich in die Fahrradrikscha, in der gleich zwei Personen Platz nehmen können.

Das Rollfiets ist eher für Personen gedacht, die normalerweise im Rollstuhl sitzen. Sie können hier sogar sicher angeschnallt und wenn nötig sogar mit einem Lift hineingehoben werden. „Eine tolle Sache“ findet auch Hausleiterin Svetlana Mielke, die die Idee ihrer Mitarbeiterin positiv auf-nahm und ihr Okay für den Testtag gab.

Der Gedanke, der hinter der Anschaffung dieser besonderen Fahrräder steht, ist der, dass die Bewohner da-mit viel weiter herumkommen können. Natürlich nicht ohne Unterstützung eines Radlers. „Deshalb suchen wir Leute, die gerne Fahrrad fahren und bereit wären mit unseren Bewohnern eine Radtour zu unternehmen. So können diejenigen, die hier aus dem Ort kommen, noch einmal den Ort erkunden, oder Nichtreckenfelder den Ort kennenlernen. Mit dem klassischen Rollstuhl und zu Fuß kommt man nicht so weit herum“, so ihre Idee.

Aber erst einmal müssten diese Räder angeschafft werden. Dazu sucht das MCH Spender, die diese Anschaffung finanziell unterstützen. Ein Rollfiets kostet, je nach Ausstattung, rund 7300 Euro und beinhaltet dann einen Elektroantrieb, was das Radeln natürlich erleichtert. Eine Fahrradrikscha kostet 6410 Euro, der Elektroantrieb schlägt zusätzlich mit 2150 Euro zu Buche.

Mit einer Spende kann die Anschaffung dieser Fahrräder unterstützt werden. „Es wäre eine tolle Sache, wenn wir diese Fahrräder anschaffen könnten“, sind sich Svetlana Mielke und Julia Hüls einig. Und: Die Reckenfelder haben gemeinsam schon viele Dinge auf die Beine gestellt. Warum sollte es also hier nicht auch klappen, wenn sich viele Bürger mit einer Spende einbringen?

Zum Thema

Spendenkonto: Bank für Kirche und Diakonie eG – KD Bank, BIC: GENO-DED1DKD, IBAN: DE97 3506 0190 0000 0443 34, Stichwort: Rollerfiets/Fahrradrikscha MCH



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