Fr., 19.05.2017

Rathaus-Organisation Stadtentwicklung: Leitung wird ausgeschrieben

Greven - 

Der Bürgermeister bekam sein klares Signal: Alle Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses, mit Ausnahme von Ernst Reiling, stimmten jetzt dafür, eine neue Stelle „Fachbereichsleitung Stadtentwicklung“ zu schaffen.

Von Monika Gerharz

„Damit werden wir schon am kommenden Wochenende die Stelle ausschreiben“, sagte Peter Vennemeyer. Formal wird der Rat das Votum Ende Mai noch bestätigen müssen. Für die Stelle müssen pro Jahr etwa 87 000 Euro im Haushalt eingestellt werden.

Zur Erinnerung: Greven wächst rasant – und für die Stadtplanung, die organisatorisch zum Fachbereich Recht gehört, wurde es immer schwieriger, die anfallenden Aufgaben intern zu bewältigen. Oft mussten Büros engagiert werden – keine befriedigende Situation, findet der Bürgermeister. „Strategie und Durchführung gehören unter ein Dach“, meinte Vennemeyer.

Den sehen auch die meisten Fraktionen. „Das ist genau die richtige Antwort“, unterstrich etwa Dr. Michael Kösters-Kraft von den Grünen. „Wir müssen die Stelle schnell besetzen“, forderte Dr. Christian Kriegeskotte (SPD) und verwies darauf, dass mit Einarbeitungszeiten zu rechnen sei. Jürgen Diesfeld (CDU) wünschte sich allerdings, dass die Einstellung des neuen Fachbereichsleiters Stadtentwicklung und die Entscheidung für den neuen Beigeordneten aufeinander abgestimmt würden. Der Beigeordnete – „oder die Beigeordnete“ – solle bei der Auswahl des Stadtentwicklers mitreden können. Damit sei sichergestellt, dass neben der Qualifikation auch die Chemie stimme. „Wir haben damit ja in der Vergangenheit schon mal einige Probleme gehabt“, meinte Diesfeld. „Durch kluges Handeln jetzt können wir eine positive Entwicklung befeuern.“ Man habe in seiner Fraktion zunächst überlegt, ob man dieses eng koordinierte Vorgehen nicht zur Bedingung machen solle für eine Zustimmung zur neuen Stelle. Davon sei man abgekommen. „Aber es ist unser Wunsch“, betonte Diesfeld.

Ernst Reiling (Reckenfeld direkt) mochte die Entscheidung im Hauptausschuss als einziger nicht mittragen. „Ich halte das Vorgehen nicht für fair“, sagte er, darauf anspielend, dass Fachdienstleiter Christian Jakob in die Überlegungen zur Umstrukturierung der Stadtentwicklung nicht genügend einbezogen worden sei.



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