Sa., 12.08.2017

Sie organisieren die Grevener Ferienfreizeit Spaß bei der Wasserschlacht

Leiten  für einige Wochen die Ferienkiste: Anna-Greta Eilert (l.) und Anja Engberding.

Leiten  für einige Wochen die Ferienkiste: Anna-Greta Eilert (l.) und Anja Engberding. Foto: Günter Benning

Anna-Greta Eilert und Anja Engberding gehören zum Orga-Team der Grevener Ferienkiste. Hier sagen sie, wie viel Arbeit damit verbunden ist. Und wie viel Spaß.

Wie kommt man dazu, im Urlaub die Ferienkiste zu leiten?

Anja Engberding: Durch eine Arbeitskollegin an der Marien-Grundschule. Die hat hier schon länger mitgemacht und mir gesagt, dass noch Leute gesucht würden.

Anna-Greta Eilert: Bei mir war es auch eine Arbeitskollegin.

Sie opfern selbst Ferienzeit?

Engberding: Ja, aber ich habe fünf Wochen Ferien. Zwei davon zu arbeiten, das ist schon in Ordnung. Und als Studentin wie Anna hat man drei Monate Semesterferien. Das ist dann sinnvoll verbrachte Zeit.

Was muss man eigentlich im Vorfeld für so eine Groß-Aktion tun?

Eilert: Wir haben ziemlich viele Planungstreffen. Wir müssen uns Programme überlegen, mit den Kollegen absprechen, beim Großmarkt bestellen, Absprachen mit Wigger wegen des Essens treffen. Eigentlich waren das ab März zwei Sitzungen im Monat.

Ist das hier ein eingespieltes Team?

Eilert: In diesem Jahr hatten wir ziemlich viele Neue dabei, aber das hat sich gut und schnell eingespielt.

Engberding: Wir haben ja jetzt einmal im Monat eine Sitzung, wo dann auch mal gegrillt wird. Und wo sich alle Kennenlernen. Manche kennen sich schon aus der Schule. Je besser man sich kennt, je mehr Spaß macht es.

Eilert: Es ist ein lustiges Team.

Wie viele Leute arbeiten bei der Ferienkiste insgesamt mit?

Eilert: In dieser Woche sind wir 16, mit uns. Manche machen es mehrere Wochen, manche ein, zwei. Ich bin für vier Wochen dabei, Anja für zwei.

Was war denn eigentlich der Reiz, hier mitzumachen?

Engberding: Schwierige Frage. Ich arbeite gerne mit Kindern. Und das ist hier schon anders als in der Schule, weil man mehr Programmplanung macht – man selbst führt es ja gar nicht durch.

Sind die Kinder hier entspannter als in der Schule?

Engberding: Ja, es sind ja Ferien für sie. Hier ist nicht alles so vorstrukturiert, es gibt auch Freispiele. Und wir haben super viele Möglichkeiten, wie sie sich beschäftigen können. Hüpfburgen, Streichelzoo, Fußballturniere.

Da möchte man selbst schon mitmachen?

Eilert: (kichert) Hab ich gerade auch gedacht.

Man sagt manchmal, das Interesse der Menschen am Ehrenamt lasse nach. Könnt ihr das auch bestätigen?

Engberding: Finde ich nicht. Wir haben viele motiviert Leute im Team.

Wie sind denn die Kinder drauf? Man sagt oft, die verziehen sich ins Internet. Das gibt es hier gar nicht?

Eilert: Mir ist in dieser Woche auch noch gar nicht aufgefallen, dass die Kinder ein Handy dabei hatten. Das ist wirklich selten.

Engberding: Letzte Woche haben wir eine Naturrallye durch die Kroner Heide gemacht. Das fanden die Kinder richtig gut. Wir gucken, dass wir viel draußen sind, wenn das Wetter gut ist. Dieser Hof mit seine Tieren und den Erlebnisräumen ist ein Paradies für Kinder.

Was waren die Highlights für Sie?

Eilert: Für mich war das in der ersten Woche die Wasserschlacht. Da haben wir mit allen 120 Kindern eine riesengroße Wasserparty gemacht. Das war richtig klasse.

Engberding: Letzte Woche hatten wir ein Kindertheater hier mit Max Wolke. Das fand ich richtig gut. Das kann man nur weiterempfehlen.

Ist die Ferienkiste eine Quelle fürs Berufsleben?

Eilert: Auf jeden Fall, man entdeckt immer neue Ideen, die man auch mal ins Schulleben integrieren kann. Kleine Spiele, die Rallye von heute morgen.

Engberding: Außerdem lernt man interessante neue Leute kennen.

Sie haben hier schon einen kompletten Ganztagsschultag?

Eilert: Ja, wir treffen uns um 7.20 Uhr, bereiten dann alles vor. Die ersten Kinder kommen um halb acht. Das geht dann bis 16 Uhr und nachher müssen wir noch aufräumen.

Ist man da am Ende groggy?

Engberding: Das hängt von der Tagesform ab. Ich geh schon früher schlafen als sonst. Aber es ist gut machbar.

Die Zeiten entwickeln sich. Muss man die Programme darauf einstellen?

Eilert: Klar, früher waren Astrid Lindgren-Themen modern. Ich glaube, das wäre heute schwierig.

Engberding: Viele Kinder kennen Astrid Lindgren und ihre Figuren gar nicht. Die Kinder von Bullerbü sind den meisten kein Begriff. Star Wars ist schon mehr bekannt.

Hier auf dem Hof gibt es eine Heuhalle, eine Maishalle, Kuscheltiere – aber ich habe keine Playstation gesehen. Gehört das nicht dazu?

Eilert: Nein, die Kinder sollen sich miteinander beschäftigen, draußen toben. Vor Computern rumsitzen ist ja langweilig.

Wenn die Ferienkiste für Sie vorbei ist, was machen Sie dann?

Engberding: Ich fahre nach Portugal. Urlaub machen.

Eilert: Ich muss bald wieder zur Uni. Wir haben dann schon wieder Vorbereitungsseminare, ob wohl noch Semesterferien sind.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5071225?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F