Mo., 11.09.2017

Sportlich – ein Leben lang Heiß auf das Sportabzeichen

Ob Standweitsprung (oben) oder Laufen (unten): Wer das Sportabzeichen machen möchte, hat die Qual der Wahl. Der DOSB gibt insgesamt 1902 Disziplinen mit Leistungsanforderungen vor.

Ob Standweitsprung (oben) oder Laufen (unten): Wer das Sportabzeichen machen möchte, hat die Qual der Wahl. Der DOSB gibt insgesamt 1902 Disziplinen mit Leistungsanforderungen vor. Foto: Rosemarie Bechtel

Reckenfeld - 

In 1902 Disziplinen kann man etwas tun, um am Ende das Sportabzeichen zu bekommen. Da sollte doch für jeden was dabei sein. Am Dienstag in Reckenfeld.

Von Rosemarie Bechtel

Wer weiß schon, wie viele Disziplinen möglich sind, um das Sportabzeichen zu machen? „Genau 1902 Disziplinen mit Leistungsanforderungen sind es, die der DOSB laut Tabellen vorgibt“, lacht Trainer Manfred Zilske. Er trainiert interessierte Bürger fürs Sportabzeichen. Heute, Dienstag, besteht in diesem Jahr zum letzten Mal die Gelegenheit, es auf dem Sportplatz Ortsmitte abzulegen.

Zu jeder Leistungsgruppe gehören Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Koordination. „Man muss schwimmen können, das ist eine Grundvoraussetzung.“ Zilske nimmt das Sportabzeichen seit 35 Jahren ab, und ihm macht es Spaß, zu sehen, dass vor allem in diesem Jahr die Resonanz höher ist als im Vorjahr. Es gibt neue Teilnehmer, etwa eine Gruppe der Firma Fiege, sowie natürlich auch alle, die schon länger dabei sind.

Zilske steht auf dem Platz und gibt Lukas Sickmann Hilfestellungen beim Standweitsprung. Immer wieder übt Lukas. Als nächstes kommt der Schleuderball dran, auch hier wird erst einmal probiert.

Zilske findet es traurig, dass Kinder heute nur wenige Möglichkeiten haben, ausreichend Sport zu treiben. Die langen Schulzeiten ließen dafür zu wenig Zeit, und in den Schulen werde viel zu wenig Sport angeboten. „Beim Weitsprung zum Beispiel fehlt deshalb auch die Motorik“, hat er beobachtet.

Cornelia Jansen ist mit ihren drei Kindern da, um das Sportabzeichen abzulegen. Sie läuft gemeinsam mit Christiane Lenz einige Runden. Sie macht das vor allem, um ihre Kinder für Bewegung zu motivieren. Ihr Sohn Jonas (7) muss gar nicht mehr laufen. „Der hat schon Gold mit Sternchen“, erzählt Schwester Nora (12). Sie und Schwester Finja (9) sowie Nils Hüttemann (8) müssen jetzt 800 Meter laufen fürs Sportabzeichen. Da flitzt Jonas eben mal mit. Eine ganz schöne Strecke ist das, und als die Kinder ins Ziel kommen, sind sie doch etwas aus der Puste.

Das Sportabzeichen kann nicht nur draußen auf der Laufbahn und mit Sprüngen in den Sand abgelegt wer-den. Auch in der Halle ist das mit den unterschiedlichsten Disziplinen machbar, wie Trainerin Sandra Schur erzählt. Die Turngruppe ab sechs Jahren macht mit. 20 Kinder haben es schon geschafft. Weitere 20 bis 30 Handballerkinder werden es noch machen. „Die Jüngeren machen das Bewegungsabzeichen. Keiner geht leer aus“, weiß die Trainerin. Das motiviert zum Mitmachen. „Die Kinder sind heiß drauf, hier dabei zu sein.“ Bei Sandra Schur sind es überwiegend Mädchen, die in der Halle ihr Bestes zu geben. Schließlich wollen alle das Sport- oder Bewegungsabzeichen erhalten. Das wird dann während des Weihnachtsmarktes in Reckenfeld am dritten Adventssamstag überreicht.

Zum Thema

Wer das Sportabzeichen ablegen möchte, hat dazu am heutigen Dienstag am 17 Uhr am Sportplatz Ortsmitte zum letzten Mal in diesem Jahr Gelegenheit.



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