Do., 05.10.2017

Fahrt zu Schwester Bertrada Viel Glück im Unglück

Roland Böckmann (Bild links) ist in Oppeln ein alter Bekannter. Schwester Bertrada und ihr Team freuen sich immer über seinen Besuch.

Roland Böckmann (Bild links) ist in Oppeln ein alter Bekannter. Schwester Bertrada und ihr Team freuen sich immer über seinen Besuch. Foto: rbö

Reckenfeld - 

Bislang war Roland Böckmann und seinen Helfern und Mitfahrern immer das Glück hold, doch diese Mal nicht. Auf dem Weg zu Schwester Bertrada wurden sie von zwei schweren (und leider teuren) Defekten ausgebremst.

Es war der 78. Transport, und bei jedem war Roland Böckmann mit dabei. Doch diesesmal war die Fahrt nach Polen, um Hilfsgüter zu Schwester Bertrada zu bringen, eine ganz besondere. Roland Böckmann erzählt:

„Die Vorarbeiten verliefen wie immer. Wir hatten einen guten Termin ausgesucht, die Presse informiert, das Datum fixiert und die Spender animiert. So ergab sich ein weiterer Besuch der Franziskanerin Schwester Bertrada. Begonnen hatte diese Aktion durch die damalige Reckenfelder Werbegemeinschaft in der Vorweihnachtszeit 1981. Inzwischen wurde die erwähnte Gemeinschaft aufgelöst, die Aktion „Schwester Bertrada“ aber ist geblieben. Der am vergangenen Wochenende erfolgte Transport war der 78. zu der jetzt in Oppeln lebenden Franziskanerin. Er war zugleich eine dramatische Fahrt.

Sie begann wie immer um 7 Uhr. Wir waren guten Mutes und erreichten gegen 12 Uhr Magdeburg. Dort geschah etwas, mit dem wir bei all den bisherigen Fahrten nie konfrontiert wurden: Es gab plötzlich einen ohrenbetäubenden Knall, und es folgte die Erkenntnis, dass fern der Heimat der rechte Vorderreifen geplatzt war. Wir guckten uns gegenseitig und dann erschrocken an. Glücklicherweise gab es keine weiteren Schäden. Wir baten den ADAC um Hilfe, und es kam recht schnell ein Monteur, der allerdings fünf Stunden brauchte, um den Schaden zu beheben. Dann konnten wir, Gott sei Dank, weiterfahren.

Aber es kam noch schlimmer. Gegen 19 Uhr gab es einen heftigen Ruck. Wir mussten mit Entsetzen feststellen, dass die Lenksäule gebrochen war. Damit war die Fahrt vorbei. Wir warteten stundenlang, aber es kam keine Hilfe. In unserer Not riefen wir eine Taxistation an, mit deren Hilfe wir in einen nahe gelegenen Ort gelangten. Unser Auto ließen wir zurück, und am neuen Morgen kamen Monteure, mit deren Hilfe wir in eine polnische Stadt gelangten, und dann erlebten wir, unter welchen Druck Hilfesuchende gelangen können.

Der Taxifahrer verlangte für seine Fahrt in eine nahe Stadt 90 Euro. Im dortigen Haus wurden wir mit einer „Gebühr“ von 190 Euro pro Bett belastet, die Firma der Monteure verlangte für den Einbau einer neuen Lenksäule 1200 Euro. Damit wurde unser Budget fast gesprengt. Wir haben Schwester Bertrada zwar noch 700 Euro geben können, die übliche Summe von 2000 und mehr Euro war aber nicht mehr möglich.

Wir bitten nun noch einmal um Ihre finanzielle Hilfe. Es brauchen ja keine großen Summen zu sein, denn wie sagt der Volksmund: „Kleingeld ist auch Geld“. Schwester Bertrada würde sich auch über kleinere Summen freuen. Für Ihre nochmalige Hilfe sagen wir allen einen nochmaligen Dank.“

Zum Thema

Die Bankverbindung: Schwester Bertrada, Kreissparkasse Steinfurt. UST-ID DE 219 433 558, Konto-Nr. 66574088 BLZ 403 510 60. Kirchengemeinde St. Martinus Iban DE47 4035 1060 0066 5740 88.



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