Sa., 07.10.2017

Porträt: Tabea Niepel Das Allroundtalent

Tabea mit Gitarre: Gemeinsam mit ihrem Onkel Hans-Günter – eher als HaGü bekannt – bildet sie die Band „2kräzy4you“.

Tabea mit Gitarre: Gemeinsam mit ihrem Onkel Hans-Günter – eher als HaGü bekannt – bildet sie die Band „2kräzy4you“. Foto: ros

Reckenfeld - 

Tabea Niepel ist ein absolutes Allroundtalent. Die gebürtige Reckenfelderin dichtet, komponiert eigene Songs, spielt leidenschaftlich gerne Gitarre. Ihre Texte regen eher zum Nachdenken an, sind auch schon mal ernst und „können auch mal traurig machen“, wie die 20-Jährige erzählt.

Von Rosemarie Bechtel

Ein Kind von Traurigkeit ist sie allerdings nicht. Denn gemeinsam mit ihrem Onkel Hans-Günter – eher als HaGü bekannt – bildet sie die Band „2kräzy4you“. „Da sind die Texte eher witzig, und haben auch mal bösen Humor. Im Alltag gibt es Situationen die man auch in Songs aufgreifen kann“, weiß sie. In die Band bringen sich beide als Texter und Komponisten ein. Beide spielen Gitarre und singen und haben gut 20 eigene Produktionen im Programm. „Die Auftritte machen echt Spaß, und unsere Band wurde auch schon einige Male gebucht“, freut sich Tabea. Reiten ist ein weiteres Hobby, das sie schon seit ihrem elften Lebensjahr betreibt.

Doch jetzt geht es zum Studium nach Bielefeld. Interessiert hatte sie sich für Lehramt und Psychologie. Jetzt beginnt das Psychologiestudium. Sie arbeitet gerne mit Menschen, schaut gerne genauer hin, und sie möchte Menschen in Krisensituationen helfen. „Ich möchte später einmal Theaterprojekte mit psychisch Kranken auf die Beine stellen“, erklärt sie.

Ach ja, Theater. Klar, wer im Ort den Namen Niepel hört, verbindet den mit der Freilichtbühne. Und dort steht Tabea praktisch schon immer auf der Bühne. „Na ja, da wurde ich anfangs über die Bühne getragen“, lacht sie. Sie wirkte in vielen Stücken mit, spielte ungezählte Rollen, hatte Soloauftritte bei der bühneneigenen Musicalnight und war bei „Fame“ ebenso Regieassistentin wie bei den letzten beiden Kinderstücken.

Seit gut vier Jahren leitet sie die Kinder- und die Teenie-Gruppe der Bühne. „Diese Tätigkeit muss ich jetzt leider wegen meines Studiums aufgeben.“ Über das Bildungswerk der Freilichtbühnen nimmt sie schon seit eineinhalb Jahren an einer Ausbildung zur Theaterpädagogin teil. „Jeden Monat findet ein Intensivwochenende mit einem professionellen Theaterpädagogen statt. Das ist zeitaufwendig, macht aber viel Spaß und kommt mir für meinen zukünftigen Beruf ja auch entgegen.“

Aktuell führt sie Regie bei dem Jugendstück „Alice im Anderland“ (nach Alice im Wunderland) und zeigt Ali-ces Aufenthalt in der Psychiatrie. Premiere soll im kommenden Januar sein.



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