Fr., 06.10.2017

Bauarbeiten in der Emsaue Jetzt bloß kein Hochwasser

Über diese asphaltierten Rampen in Höhe des Hagebaumarktes gelangen Maschinen und Material in die Emsaue. Später sollen sie auch von Radfahren, Fußgängern und Rollstuhlfahren genutzt werden können.  

Über diese asphaltierten Rampen in Höhe des Hagebaumarktes gelangen Maschinen und Material in die Emsaue. Später sollen sie auch von Radfahren, Fußgängern und Rollstuhlfahren genutzt werden können.   Foto: Oliver Hengst

Greven - 

Ganz neue Wege – sprichwörtlich und tatsächlich – ebnen sich derzeit in der Emsaue. Die Bauarbeiter legen im Zuge der Renaturierung des Ems-Ufers nicht nur asphaltierte Zufahrten für Maschinen an, sie bauen auch einen Geh-Weg, mit dem Besucher künftig das Gelände erkunden können.

Von Oliver Hengst

Die größte Baustelle der Stadt – sie wird jeden Tag noch ein bisschen größer. Inzwischen haben die Arbeiten den östlichen Uferbereich der Ems erreicht. Dies- und jenseits der Ems – und zum Teil auch mitten drin – arbeiten Männer mit schwerem Gerät an der Renaturierung des Bereiches. Und weil schon mal gebuddelt wird, erhält der Deich gleich einen neuen Durchstich – ein Überlauf, der Wassermassen ableiten soll, damit die Stadt bei Starkregen nicht vollläuft (wie 2014 geschehen).

Aktuell erstellt ein Subunternehmen in Höhe Hagebau asphaltierte Zufahrten, über die Maschinen und Material in die Emsaue gelangen. Auf der anderen Flussseite wird ebenfalls eine solche Asphalt-Zufahrt gebaut, wie Sven Voskort berichtet. Sie werden auch im Vorgriff auf die Renaturierung nördlich der Brücke Nordwalder Straße (Richtung Wentruper Berge) errichtet, die in einigen Jahren folgen soll.

Der Vorarbeiter der Firma Stückenschneider weiß auch: Später sollen die Rampen durch Wartungsfahrzeuge genutzt werden können – und auch durch Radfahrer und Fußgänger. Denn parallel zum Deich (Beach-Seite) entsteht derzeit ein neuer Weg, der künftig einen ganz neuen Zugang zur Fläche von „Greven an die Ems“ eröffnet. Die behindertengerechte Rampe in Höhe des Beaches ergänzt das Angebot. So entsteht quasi ein Rundlauf: in Beach-Höhe rauf auf die Fläche, unter der Brücke Nordwalder Straße hindurch und an der „Hagebau-Rampe“ wieder runter – oder eben umgekehrt. „Die provisorische Straße wird später auf 3 Meter Breite reduziert und erhält dann eine wassergebundene Decke“, erklärt Voskort. Wenn die verdichtet sei, könne sie auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden.

Wann die Riesen-Baustelle abgeschlossen ist? „Geplant ist, dass wir Ende des Jahres fertig sind“, sagt der Bau-Experte. Aber natürlich sei man aufs Wetter angewiesen. Die Regenfälle der letzten Tage sind am Ems-Pegel ablesbar. Viel mehr passt aktuell nicht in die Rinne. Hochwasser würde die Baustelle erstmal lahmlegen.

Zu erkennen ist schon jetzt, dass der jetzige Ablauf des Regenrückhaltebeckens eine Brücke erhält. Der neue Ablauf wird etwas weiter Richtung Hallenbad installiert. Zu sehen ist davon später nicht viel, wie Voskort erklärt. „Das soll ja hier naturnah werden, da können wir keine hässlichen Rohre in die Landschaft legen.“

Auf einem Baustellenschild, dass die Bezirksregierung als Bauherr der Renaturierung nun mit etwas Verspätung aufstellen ließ, ist die Dimension der Baumaßnahme ablesbar. Auf der westlichen Seite arbeitet die Behörde mit eigenen Mitarbeitern, der Abtransport des Materials sowie die Arbeiten auf der östlichen Seite sind an Stückenschneider vergeben worden – und ebenfalls die Arbeiten an der so genannten Notentlastung, für die die Stadt Verantwortung trägt.

Fotostrecke: Renaturierung der Ems in Greven

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