Do., 09.11.2017

Schwerer Schock Frau verliert nach Einbruch ihr Kind

Einbruch. Die Folgen können für die Opfer dramatisch sein.

Einbruch. Die Folgen können für die Opfer dramatisch sein. Foto: dpa

Greven/Münster - 

Oft geht es nur um die Täter. Im Landgericht berichten jetzt Einbruchsopfer über die dramatischen Folgen. Eine schwangere Frau erlitt einen Schock und verlor ihr Kind.

Von Hans-Erwin Ewald

Tragische Folgen eines Einbruchs, dessen Täter derzeit in Münster vor Gericht stehen: Als sie nachts in ihr Haus zurückkehrte, in das eingebrochen worden war, erlitt eine schwangere Frau einen schweren Schock. Sechs Wochen später verlor sie ihr Kind. Die Frau selbst und ihre Ärztin führen das eindeutig auf die Folgen des Einbruchs zurück. Die neun Jahre alte Tochter der Familie kann seit dem Vorfall nicht mehr allein schlafen.

Trio vor Gericht

Das Verfahren gegen ein Trio mit Wohnsitz in Hamm, das sich seit September vor dem Landgericht wegen zum Teil bandenmäßig begangenen Wohnungseinbruchdiebstahls in 48 Fällen, auch in Greven, verantworten muss, hat ein neue Wendung bekommen. Der von der Strafkammer abgesteckte Strafrahmen im Falle eines lückenloses Geständnisses gilt nicht mehr. Ein 48-jähriger Angeklagter hatte in einer polizeilichen Vernehmung sein abgelegtes Geständnis ausgeweitet und die Mitangeklagten belastet. Zudem benannte er einen weiteren Mittäter, der jetzt in Hamm festgenommen wurde. Die neuen Vorwürfe wiesen die Mitangeklagten zurück.

Weitere Einbruchsopfer berichten

Im Mittelpunkt des Verhandlungstages standen die Aussagen einer Vielzahl von Einbruchsopfern. Spurlos ging das Erlebte an keinem von ihnen vorbei. Das wurde auch in der Schilderung eines 78 Jahre alten Hausbesitzers deutlich. Der Mann leidet bis heute unter Schlaflosigkeit und Alpträumen. Vom Garten her stiegen die Täter in sein Haus ein und durchwühlten das Schlafzimmer, während der 78-Jährige vor dem Fernseher saß.

Ende Januar 2017 waren die Täter in „bewusstem und gewollten Zusammenwirken“, so heißt das vor Gericht, in verschiedene Wohnhäuser in Greven, Nahe der A1, eingebrochen. Auf der Suche nach Bargeld und Schmuck waren sie auch vor brachialer Gewalt nicht zurückgeschreckt.



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