Fr., 12.01.2018

Kommentar Wiedergutmachung

Die Anlieger der Sperlingsgasse und der Falkenstraße West müssen in der Summe 57 Prozent mehr für die Herstellung ihrer Straßen bezahlen als veranschlagt. Verständlich, dass die Anwohner geschockt waren, als sie dies erfuhren. Verständlich auch, dass sich einige jetzt anwaltlich beraten lassen, um zu sehen, ob sich die Forderungen der Stadt doch noch abweisen lassen. Aber es muss auch deutlich gesagt werden: Die Mehrkosten sind nicht entstanden, weil die Baukosten, etwa wegen mangelnder Bauaufsicht, aus dem Ruder gelaufen sind. Klamüsert man die Kosten für Sperlingsgasse und Falkenstraße West auseinander, sind die tatsächlichen Kosten kaum höher als die geplanten Kosten. Den Anwohnern wurde wegen eines Missverständnisses schlichtweg zunächst eine deutlich zu niedrige Zahl genannt. Das kann den Einzelnen in Bedrängnis bringen, schließlich geht es um mehrere tausend Euro. Die Stadt hat für diesen Fall großzügige Stundungsregelungen angeboten. Niemand sollte sich scheuen, davon Gebrauch zu machen. Durch ein Missverständnis zwischen Planer und Stadt ist es zu dem Schlamassel gekommen. Das Angebot der Stadt, im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Bürgern entgegen zu kommen, ist eine kleine Wiedergutmachung. Monika Gerharz



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