Mi., 07.02.2018

Tanzen im Karneval Aufregung wird einfach weg gelächelt

Annika hat sich mit ihren Trainerinnen Jule (links) und Elina (rechts) auf die Session vorbereitet.

Annika hat sich mit ihren Trainerinnen Jule (links) und Elina (rechts) auf die Session vorbereitet. Foto: Rosemarie Bechtel

Reckenfeld - 

Sie tanzen auf der Bühne. Das sorgt für Lampenfieber. Aber damit gegen Reckenfelds Tanzmädels prima um.

Von Rosi Bechtel

Ruhig und gelassen sitzt Annika Weiß am Sonntagnachmittag in einer Umkleidekabine der Walgenbachsporthalle. Jule Ortmeier (17) zieht noch einmal mit einem Lippen-stift Annikas Lippen nach. Elina Richter (17) schaut zu. Sie und Jule sind die Trainerinnen der jungen Solotänzerin Annika (12). Die drei wirken gelassen, obwohl Anikas Auftritt heute ihre große Premiere vor viel Publikum ist. Eine Art „Vorpremiere“ gab es wenige Tage vorher im Matthias-Claudius-Haus.

Erst im Sommer begann Annika mit ihrem Training als Solomariechen. In der Tanzgarde tanzt sie schon lange mit, aber ein Soloauftritt ist etwas ganz anderes. Sie gibt zu: „Ich habe Julia, die vorher als Solomariechen getanzt hat, immer bewundert. So wollte ich auch tanzen können.“ Julia Scheuermann hat aufgehört, weil sie jetzt etwas anderes ausprobieren möchte. „Aber sonst hätten wir auch zu zweit getanzt“, sagt Annika.

Einmal die Woche wird sie von Jule und Elina trainiert. Die beiden tanzen selbst „seit Ewigkeiten“, wie sie lachend sagen, in den Re-Ka-Ge Tanzgruppen. Als seinerzeit Julia trainiert werden sollte, fragte der Re-KaGe-Vorstand, ob sie diese Aufgabe übernehmen wollen.

Ja, wollten sie. Und jetzt trainieren sie einmal in der Woche für zwei Stunden Annika – und sind sehr zufrieden mit dem, was Annika auf die Bühne bringt. Akrobatisch sind ihre Sprünge, beeindruckend ihre Körperbeherrschung. Nur zwei Stunden Training, das erscheint wenig. Aber Annika ist ehrgeizig, trainiert auch alleine. „Ich möchte gut sein. Es macht mir Spaß zu tanzen, mich zu bewegen. Ohne Bewegung vergeht bei mir kein Tag“, berichtet sie. Und wie sieht es mit der Aufregung aus? „Ach, die wird weg gelächelt. Aber im MCH war ich vor meinem ersten Auftritt in der Öffentlichkeit schon sehr aufgeregt“, gibt sie zu. Angemerkt hat man ihr das nicht und ihr Lächeln wirkt auch nicht antrainiert, sondern strahlt aus ihren Augen heraus. Ein Beweis dafür, dass sie mit voller Leidenschaft tanzt.



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