Do., 08.02.2018

Prinz Andrzej dankt ab Vom Neuling zum Karnevals-Profi

Mit Begeisterung bei der Sache: Prinz Andrzej mit seiner Prinzessin Vanessa und Adjutant Reinhard Schewe als Besucher beim Ka-Ki-V.  

Mit Begeisterung bei der Sache: Prinz Andrzej mit seiner Prinzessin Vanessa und Adjutant Reinhard Schewe als Besucher beim Ka-Ki-V.   Foto: ros

Reckenfeld - 

Der Countdown läuft für den noch amtierenden Re-Ka-Ge-Prinzen Andrzej Szcot. Der waschechte Pole regierte mit Vanessa Binnewies die Reckenfelder Narren und blickt auf eine tolle Zeit zurück.

Von Rosemarie Bechtel

Seit 2011 lebt er in Reckenfeld. Da muss man erst einmal Anschluss finden. „Ja und dann war da mein Kollege Reinhard Schewe. Der fragte mich 2013, ob ich Lust hätte, für die Re-Ka-Ge als Ordner beim Grevener Umzug mitzugehen“. Er sagte zu, ging nach dem Umzug mit den Re-Ka-Gisten noch zum gemütlichen Zusammensein ins Deutsche Haus und „da habe ich vermutlich dann die Beitrittserklärung unterschrieben“ lacht er.

Bereut hat er das nicht, denn er fühlte sich gleich wohl unter den Karnevalisten. Und das, obwohl ihm Karneval bis dahin völlig fremd war. „Nur im Fernsehen habe ich gelegentlich mal kurz etwas vom Umzug in Köln oder so gesehen.“

Zwei Jahre bekam er vom Programm bei der Proklamation fast nichts mit, da er beim Wagenbau mithalf. Kollege Reinhard hatte ihn dort mit „eingespannt“. Und dann bei der Weihnachtsfeier in der Firma fragte Schewe ihn: „Willst Du nicht unseren Prinzen machen?“

„Ich war völlig platt. Und dann haben mich gleich nach Weihnachten drei weitere Re-Ka-Gisten ,überfallen’ und ich habe Ja gesagt` – unter der Bedingung, dass Reinhard meinen Adjutanten macht. Zum Glück war Vanessa Binnewies bereit, als Prinzessin an meiner Seite zu stehen. So ohne Prinzessin an der Seite macht das ja keinen Spaß, und ich freue mich, so eine tolle Prinzessin an meiner Seite gehabt zu haben. Ich habe nie bereut, zugesagt zu haben. Als Nichtkarnevalist war das jedoch schon eine Herausforderung.“ Dann erzählt Andrzej von vielen tollen Veranstaltungen wie „Münster haut auf die Pauke“ („Das war mit das Tollste“), der Herrensitzung in Köln und wunderbaren Begegnungen mit vielen anderen Karnevalisten. Bei allen, die ihn begleitet haben und die er kennen gelernt hat, bedankt er sich für die schöne Zeit.

Bei der Proklamation war er unerfahren, was karnevalistische Rituale angeht, doch inzwischen ist er ein Profi. Es sind Erlebnisse, die er nie vergessen wird und von denen er zuhause in Polen viel erzählen kann.

Jetzt, kurz bevor er das Zepter abgeben muss, hat er sich ein paar Tage frei genommen, denn jetzt „knubbeln“ sich die Termine. Es war ja eine ziemlich kurze Session. Sein (noch geheimer) Nachfolger darf bis Anfang März regieren.



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