Fr., 09.02.2018

Zukunftsplan für Gimbte Perspektiven für Gimbte 2025

Volles Haus im „Deutschen Herd“. Zur Auftaktveranstaltung waren rund 100 Gimbter erschienen, um sich von den Koordinatoren Dr. Frank Bröckling und Hinnerk Willenbrink (kleines Bild) informieren zu lassen.  

Volles Haus im „Deutschen Herd“. Zur Auftaktveranstaltung waren rund 100 Gimbter erschienen, um sich von den Koordinatoren Dr. Frank Bröckling und Hinnerk Willenbrink (kleines Bild) informieren zu lassen.   Foto: Oliver Hengst

Gimbte - 

Da sollte sich die Politik in Berlin eine Scheibe abschneiden: Das Tempo, mit dem am Mittwochabend in Gimbte eine Koalition (und zwar eine ganz große) geschmiedet wurde, war beeindruckend.

Von Oliver Hengst

Knappe 90 Minten – Sondierung inklusive. Allerdings kaum verwunderlich, sind doch die Gimbter dafür bekannt, in wichtigen Fragen zusammenzustehen. Die GroKo nach Gimbter Art, sie eint nicht nur die politischen Lager, sondern schließt Vereinsvertreter, Nachbarn, Verwaltung und externe Experten ein. Aus gutem Grund: Es geht immerhin darum, die Zukunft des Dorfes zu gestalten. Oder, wie es offiziell heißt: ein Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) zu entwickeln.

Und das ausdrücklich zusammen mit den Gimbtern: „Sie kennen Gimbte am besten“, sagte Bürgermeister Peter Vennemeyer zu den rund 100 Gästen. Das bedeute aber auch: „Das ist eine Menge Arbeit, die auf sie zukommt.“ Die Gimbter seien eingeladen, sich in Arbeitskreisen, die nun rasch gebildet werden, zu engagieren. Die Perspektive: Gimbte 2025.

An Themen mangelt es nicht: Nahversorgung, Busanbindung, Wohnen, Demografie, Vereinsleben, Angebote für die Dorfgemeinschaft – die Liste ließe sich fortsetzten, denn Gimbte steht nicht nur, aber auch wegen des demografischen Wandels vor Herausforderungen. Die will man gemeinsam angehen. „Ich bitte euch um euer aktives Mittun“, sagte Johannes Wilp als Vorsitzender des Bezirksausschusses.

Dabei fängt Gimbte nicht bei Null an, wie Dr. Frank Bröckling vom Büro „Planinvent“ betonte. Vorarbeiten, etwa aus dem IGEL-Prozess, werde man aufnehmen. Wichtig war ihm auch zu betonen: Das DIEK werde „kein sozialistischer Sieben-Jahres-Plan, der dann abgearbeitet wird. Da ist nichts in Stein gemeißelt. Wir brauchen ihre Ideen, ihre Unterstützung“. Man wolle gemeinsam einen dauerhaften, nachhaltigen Prozess in Gang setzen und Projekte anstoßen – vor allem aber: zunächst eine Gesamtstrategie fürs Dorf entwickeln.

Und zwar rasch: Wie Hinnerk Willenbrink, Gimbter mit Planungsbüro, erläuterte, sollen die Arbeitskreise im Februar erstmals tagen. Im Frühjahr ist eine „Projektmesse“ geplant, bis zum Sommer soll das Konzept stehen. „Wir sehen uns in den Arbeitskreisen“, formulierte er seine Hoffnung.

 



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