Di., 19.01.2016

Abwechslungsreich und farbenfroh Besucher der „Geistlichen Abendmusik in der Epiphaniaszeit“ in der Erlöserkirche zeigen sich begeistert

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Als Foto: aja

Horstmar - 

Die Besucher der „Geistlichen Abendmusik in der Epiphaniaszeit“ erlebten ein abwechslungsreiches, farbenfrohes Konzert in der Erlöserkirche in Horstmar und honorierten das, und besonders das Engagement von Hans-Otto Kaufmann und Ludwig Kuckuck, mit anhaltendem Applaus. Ein vierstimmiger Kanon über die Jahreslosung war als Zugabe der Lohn für diese Ovationen.

Von Sabine Klups-Baller

Zur „Geistlichen Abendmusik in der Epiphaniaszeit“ hatte der gemeinsame Chor der Erlöserkirche Horstmar und der SELK-Gemeinde Borghorst unter der Leitung von Hans-Otto Kaufmann zusammen mit dem Posaunenchor der Johannesgemeinde Borghorst (Leitung Dr. Ludwig Kuckuck) eingeladen. Trefflich hieß es in den abschließenden Worten des Vorsitzenden des Förderkreises zur Förderung der Chormusik in der evangelischen Kirchengemeinde in Horstmar, dass es leichter ist, sich von der Weihnachtszeit zu verabschieden, wenn man weiß, dass das mit einem so schönen und erbaulichen Konzert verbunden ist.

Die Jahreslosung 2016 „Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ hatte Pate für das Motto des Konzertes gestanden. In bewährter Manier ließen sich von diesem Leitgedanken Chor- und Instrumentalwerke verschiedener Stilrichtungen flankieren. Unterstützt wurden die beiden Chöre durch ein Instrumentalensemble, das auch dieses Mal mit der Besetzung aus Streichern, Gitarre, Flöten, Oboe und Cembalo für eine facettenreiche Instrumentierung sorgte.

Eröffnet wurde das Konzert durch den Doppelchor „Tröste, tröste uns Gott“ von Johann Pachelbel, wobei der zweite Chor durch ein Solistenquartett (Renate Hauschild, Reinhild Meyersick, Stefan Allendorf, Hanns Pommerien) ersetzt worden war. Schon hier konnte der Zuhörer einen sehr gut aufgelegten Chor und engagiert singende Solisten erleben.

Im Zentrum der Geistlichen Abendmusik stand die Aufführung einer Bachkantate, und zwar der Kantate BWV 152 „Tritt auf die Glaubensbahn“. Bach komponierte dieses Werk für den Sonntag nach Weihnachten. Sie ist gesetzt für zwei Vokalsolisten (Sopran und Bass), Blockflöte, Oboe, Viola d`amore, Viola da gamba und Basso continuo.

Schon in der einleitenden Sinfonia bestachen die obligaten Soloinstrumente (Reinhild Meyersick, Barockflöte und Heiner Vornhusen, Oboe) durch stimmige und konsequent durchgehaltene Artikulation und Phrasierung und spürbare Spielfreude. Renate Hauschild (Sopran) und Hanns Pommerien (Bass) gestalteten gekonnt den sehr anspruchsvollen Gesangspart und konnten besonders in dem Duett „Wie soll ich dich, Liebster der Seelen, umfassen?“ überzeugen. Sehr anrührend gestaltete der Chor den die Kantate abschließenden Choral.

Einen gelungenen Kontrast dazu stellten die Liedbearbeitungen aus der Feder von Martin Poppe dar, die fast ausnahmslos durch das Instrumentaltrio bestehend aus Querflöte (Anne Lagrange), Gitarre (Martin Poppe) und Kontrabass (Hartmuth Blumenroth) begleitet wurden. Der sensibel gespielte Walking Bass, die jazzigen Rhythmen der Gitarre und die Melodien der Flöte motivierten den sehr präsenten Chor zu einem überzeugenden swingenden Singstil.

Der Posaunenchor passte sich mit seinen Beiträgen feinfühlig der Grundstimmung des Konzertes an, was ihm in besonderer Weise bei dem Bachchoral „Schmücke dich, o liebe Seele“ gelang. Auch zeigte der Bläserchor sein Können bei den Vorspielen und Choralsätzen zum Gemeindegesang.

Pfarrerin Dagmar Stelzberg und Pfarrer Karl-Heinz Gehrt deuteten die musikalischen Beiträge durch ihre Lesungen theologisch aus, sorgten für den inneren Sinnzusammenhang und ließen das Konzert so zu einer musikalischen Andacht werden.

Die Zuhörer erlebten ein abwechslungsreiches, farbenfrohes Konzert und honorierte das, und besonders das Engagement von Hans-Otto Kaufmann und Ludwig Kuckuck, mit anhaltendem Applaus. Ein vierstimmiger Kanon über die Jahreslosung war als Zugabe der Lohn für diese Ovationen. Noch erfüllt von der anrührenden Musik machten sich alle auf eisglatten Straßen auf den Heimweg.



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