Mo., 25.01.2016

Böse Überraschungen Paukenschlag bei den Katharinen

Die Versammelten dankten ihrem Präsidenten Klaus Laurenz (kleines Foto) mit Standing Ovations für seinen langjährigen Einsatz an der Spitze der Bruderschaft.

Die Versammelten dankten ihrem Präsidenten Klaus Laurenz (kleines Foto) mit Standing Ovations für seinen langjährigen Einsatz an der Spitze der Bruderschaft. Foto: Sitte

Horstmar - 

Damit hatten der Vorstand und die Mitglieder der Bruderschaft St. Katharina Horstmar nicht gerechnet: Zur Generalversammlung am Samstagabend sorgten gleich zwei Entscheidungen für heftige Diskussionen. Ein Mitgliederbeschluss aus der Hauptversammlung vom vergangenen Jahr wurde gekippt und Präsident Klaus Laurenz erklärte überraschend seinen Rücktritt. So will er sein Amt zum 30. Mai niederlegen.

Von Sabine Sitte

Damit hatten der Vorstand und die Mitglieder der Bruderschaft St. Katharina nicht gerechnet: Zur Generalversammlung am Samstagabend sorgten gleich zwei Entscheidungen für heftige Diskussionen. Ein Mitgliederbeschluss aus der Hauptversammlung vom vergangenen Jahr wurde gekippt und Präsident Klaus Laurenz erklärte überraschend seinen Rücktritt.

„Die Entscheidung, mein Amt zum 30. Mai niederzulegen, stand bereits im Vorfeld fest“, erklärte der langjährige Präsident nach der Versammlung noch einmal. Persönliche Gründe hätten ihn zu seinem Entschluss geführt, der wie ein Paukenschlag auf die Versammelten wirkte. An die Mitglieder im Vereinssaal hatte er wenige Minuten vorher appelliert, mit einer Bewerbung für dieses Amt auch Verantwortung für den Verein zu übernehmen.

Nach zehnjähriger Präsidentschaft und mit mehr als 30 Jahren Vorstandsarbeit hinterlässt Klaus Laurenz eine große Lücke. Nach den Jubiläumsfeierlichkeiten zu Pfingsten will der Präsident für Mitte Juli eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, die allein der Neuwahl eines Vorstandspräsidenten dienen soll.

Bereits zu Beginn der Generalversammlung hatte ein Antrag für Unruhe bei den Anwesenden gesorgt. Klaus Mensing stellte einen neuen Entwurf für den zukünftigen Ablauf des Schützenfestes vor und damit einem bereits bestehenden Beschluss entgegen. Schon im vergangenen Jahr hatten die Mitglieder aus drei Konzepten gewählt und sich mehrheitlich für eines entschieden.

Besonders kritisierte Mensing die Kürzung der Stationen für den Schefferzug. „Wir sollten als Verein in der Stadt Präsens zeigen und die ehrwürdige Tradition aufrechterhalten“, argumentierte Mensing.

Im Entwurf, den er mit einem fünfköpfigen Gremium erstellt hat, gibt es noch weitere Abweichungen gegenüber dem aktuellen Beschluss. Die Festmesse würde eine Woche vor dem Schützenfest abgehalten („In anderen Vereinen klappt das auch.“) und beide Schießwettbewerbe am Samstag stattfinden. „So hätten wir mit Schützenkönig und Scheibenkönig gleich zwei Majestäten am Abend im Saal.“

„Nostalgie und Tradition sind gut und schön, doch die hohen Kosten sprechen dagegen,“ erwiderte Klaus Laurenz. Genau das sei der Grund gewesen, das Schützenfest straffer organisieren zu wollen. Nach heftigen Disputen und der Argumentation, auch Mensings Entwurf sei Kosten sparend, stimmten die Mitglieder zwischen beiden Konzepten ab. Die Mehrheit entschied sich für den neu eingebrachten Vorschlag.

Probleme gibt es auch bei der Ausrichtung des Kinderkarnevals. Während die Jecken der Bruderschaft verlauten ließen „Der Büttabend kann kommen!“, sieht es bei den Jüngsten eher mau aus. „Wir haben trotz unermüdlicher Werbung aktuell noch kein Kinderprinzenpaar“, gab Sascha Kölking zu. Doch den Büttnachmittag am 7. Februar ausfallen zu lassen, käme nicht in Frage. „Wir eröffnen pünktlich 15.11 Uhr“, hieß es.

Ganz im Zeitplan verlaufen die Vorbereitungen für die beiden Vereinshöhepunkte in diesem Jahr: Die erstmalige Ausrichtung der Diözesan-Jungschützentage (DJT) in Horstmar (21./22. Mai) und die 500-Jahr-Feier der Katharinen (25. bis 30. Mai). Für die DJT erwartet die Bruderschaft bis zu 1000 Jungschützen aus dem Diözesanverband Münster.

In Arbeit ist auch die Festschrift zum Vereinsjubiläum. Für das 192-seitige Buch veranschlagen die Macher einen Preis von 15 Euro. Ab dem heutigen Montag (25. Januar) sollen Listen zur Vorbestellung auch in den beiden Geldinstituten ausgelegt werden.

Neuwahlen gab es nur bei den Junggesellen. Dabei wurde David Zurstegge zum Standartenträger gewählt und Thomas Mensing (Erster Junggesellenscheffe) und Andreas Kaiser (Zweiter Junggesellenscheffe) in ihren Ämtern bestätigt.



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