So., 31.01.2016

Concorden feiern Der Saal kocht

Horstmar - 

Über ein mehrstündiges Programm mit zahlreichen Höhepunkten freuten sich die Narren der Schützengesellschaft Concordia.

Von Rainer Nix

Als der Top-Act die Bühne betrat, war es bereits 20.30 Uhr. Entertainer Josef Hassing, „die Stimme aus dem Münsterland“, brachte den Saal am Samstag noch einmal so richtig zum Kochen, bevor der Büttnachmittag der Schützengesellschaft Concordia nahtlos in den farbenprächtigen Kostümball überging. Die Halle war prächtig geschmückt, Organisatoren und Helfer hatten sich mächtig ins Zeug gelegt.

Kein Jahr vergeht ohne Veränderungen. Erstmals ließen die Karnevalisten der Concorden ihre „dreistufigen Raketen“ närrischen Frohsinns im Vereinsheim der Bruderschaft St. Katharina steigen. Mario Kölking führte gemeinsam mit Georg Dreckmann und Dominik Edelmann durch das Programm, unterstützt von den Funkenmariechen Clarissa, Isabell, Lavinia und Maresa.

Um 17.11 Uhr marschierten das Prinzenpaar Kilian I. und Anna II. samt Elferrat unter begeisterten „Horstmar Helau“ und „Concordia Helau“-Rufen ein. „Feiert mit uns in voller Fahrt, die gefühlte Stimmung bewegt sich schon bei 40 Grad“, rief der Prinz. Als er die Bühne freigab, enterte sie als erster Bürgermeister Robert Wenking im Kostüm eines Seeräuber-Kapitäns. Mitgebracht hatte der den überdimensionalen symbolischen „Rathausschlüssel“, den er kampflos an Prinz Kilian übergab. Dann schnappte sich der erste Bürger Horstmars eine E-Gitarre und stimmte ein Lied über ganz besondere „Freundschaften“ an: Tom und Jerry, Putin und Blatter, Angela und Weißwurst-Horst, ja und nicht zu vergessen die berühmteste Freundschaft der Burgmannsstadt: Concorden und Katharinen.

16 „kleine Mäuse“ warteten aufgeregt in ihren Startlöchern, bevor sie als Kindertanzgruppe „Die Flummies“ im hinreißenden „Heidi-Outfit“ die Bühne stürmen durften.

Prinz Horst I. von der KG St. Johannes Altenberge inszenierte mit Gefolge und Unterstützung des Horstmarer Prinzenpaares einen spektakulären „Flashmob“.

Tücken moderner Technik demonstrierten Bernhild Arning und Petra Sommer. In ihrem Sketch stellte ein sprechender Geldautomat eine Reihe ganz unverschämter Fragen. „Integration – dass schaffen wir schon“ war die Büttenrede von Pfarrdechant Johannes Büll und Prädikant Alexander Becker überschrieben. Vor allem Büll bewies jede Menge komödiantisches Talent und träumte schließlich von der „lutherisch-katholischen“ Fusion beider Konfessionen.

Die St.-Katharina-Garde setzte hübsche optische Akzente und Solomariechen Theresa Ruck fegte mit akrobatischen Einlagen über die Bühne. Es gab im Programm fantastische Höhepunkte. Einer davon war der Auftritt des Männerballetts „DC 1848“. In der Uniform amerikanischer Astronauten legten die Akteure eine perfekte Choreographie hin. Erzählt wurde eine Geschichte. Die Raumfahrer besuchen den Mond, wo sie auf die Crew des „Traumschiff Surprise“ treffen. Wer kennt die herrlich schrägen Gestalten aus der Filmkomödie unter der Regie des Comedy-Asses Bully Herbig nicht? DC 1848 zeigte vollen Einsatz, das Publikum raste. Ein weiteres musikalisches Highlight setzte der „Kegelclub Musikantenstadl“.

Geehrt wurden folgende Jubelprinzenpaare in Abwesenheit: Willy Schwering und Martha Lindenbaum (vor 60 Jahren auf dem Thron), Günther Prange und Ehefrau Anni (vor 50 Jahren auf dem Thron) sowie Franz und Karola Vieth (Prinzenpaar vor 40 Jahren).

Google-Anzeigen


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3772266?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686831%2F