Mo., 01.02.2016

Versammlung der Landfrauen Leer Die Stimme verrät alles

Mit einer roten Rose begrüßte der Vorstand der Landfrauen Leer die Neulinge. Blumen überreichte die Vorsitzende Elsbeth Denkler (kleines Bild, r.) auch der Referentin Kati Budde.

Mit einer roten Rose begrüßte der Vorstand der Landfrauen Leer die Neulinge. Blumen überreichte die Vorsitzende Elsbeth Denkler (kleines Bild, r.) auch der Referentin Kati Budde. Foto: fn

Horstmar-Leer - 

Für spannende Erkenntnisse sorgte Kati Budde, die zu Gast bei den Leerer Landfrauen war. Die Referentin, die seit 2008 eine logopädische Praxis auf dem Schöppinger Berg betreibt, veranschaulichte den Mitgliedern, wie viel die Stimmlage über einen Menschen und seine Gefühlslage verrät.

Von Franz Neugebauer

„Leer außer Rand und Band“, so könnte die Schlagzeile einer Karnevalsveranstaltung lauten. Doch nicht beim Karneval wurde dieser Ausspruch gemacht, er kam von der Vorsitzenden Elsbeth Denkler während der Jahreshauptversammlung der Landfrauen Leer im Saal der Gastwirtschaft Selker bei einer Polonaise quer durch den Saal. Aufgefordert dazu wurden die Frauen von Kati Budde, die seit 2008 eine logopädische Praxis auf dem Schöppinger Berg unterhält und mit ihrem Vortrag zum sicheren Auftreten die Hauptakteurin des Abends war.

Die Referentin forderte die Besucherinnen dazu auf, sich gegenseitig ein Blatt Papier auf den Rücken zu kleben. Bei der Polonaise durften Frauen dieses mit den positiven Merkmalen der Blattträgerin beschriften. „Es ist besser, die Stärken zu stärken, als ein Leben lang an den Schwächen zu doktern“, erklärte Kati Budde.

Dann galt es, Stimmen von ausgewählten Personengruppen zu imitieren, wie beispielsweise die eines Pastors, eines Oberfeldwebels, eines Fußball-Reporters, einer Bardame oder eines Fußballreporters. Unverkennbar die Tonlage eines Feldwebels, vorgetragen von Agnes Hölscher. Barbara Hölscheidt imitierte gekonnt das Timbre einer Bardame und Claudia Rottmann mimte den Pastor. Alle Stimmen wurden erraten.

Ob warm, sonor, piepsig oder schrill, jede Stimme habe ihren eigenen Klang, erklärte die Referentin, dass diese so etwas wie der akustische Fingerabdruck sei, der die Menschen unverwechselbar mache. Die Stimme transportiere auch die Gefühle und gelte zudem als persönliche Visitenkarte der Empfindlichkeit.

Die Regularien der Jahreshauptversammlung waren schnell abgewickelt. Die Vorsitzende freute sich über das große Interesse am Verein, der bereits 126 Mitglieder zählt. Neu aufgenommen wurden Rabea Wenning, Bernadette Mieling, Petra Haßmann, Steffi Hölscher, Andrea Laukötter, Ilka Füchter, Steffi Buck, Silke Große Kleimann, Heike Hille, Claudia Brune, Ilse Gauxmann und Yvonne Terwei-Dillmann. Alle Neulinge erhielten eine rote Rose als Begrüßungsgeschenk.

„Es ist viel los bei den Landfrauen und das ist auch wohl neben der Verjüngung des Vorstandes und der Mundpropaganda der Grund für das zunehmende Interesse“, stellte Elsbeth Denkler im zweiten Jahr ihrer Tätigkeit als Vorsitzende fest.

In launigen Worten trug Ute Kestermann den Jahresbericht vor. Als dann auch noch Martina Deitmaring von einem zufriedenstellenden Kassenstand berichtete, waren die Regularien bereits abgearbeitet. Mit einer schmackhaften Suppe aus der Küche von Andrea Selker konnten sich die Versammelten stärken, bevor sie den Heimweg antraten.

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