So., 07.02.2016

Katharinen feiern Karneval und laden die Concorden dazu ein Friedensfest im Narrenkostüm

Der Spaß wurde groß geschrieben. Das bewiesen nicht nur diese drei gut aufgelegten Damen des Elferrates.

Der Spaß wurde groß geschrieben. Das bewiesen nicht nur diese drei gut aufgelegten Damen des Elferrates. Foto: Sabine Sitte

Horstmar - 

„Wir feiern zusammen!“ Das Motto auf den gelben Einlassbändchen zum Karneval der Schützenbruderschaft St. Katharina zog sich als bunter Faden durch den närrischen Samstagabend. Als Ehrengäste im Saal des Vereinshauses: Prinzenpaar Kilian I. und Anna II. samt Elferrat der Schützengesellschaft Concordia.

Von Sabine Sitte

Mit phantasievollen Kostümen und in rasanter Feierlaune eröffneten die Katharinen ihr Narrenfest pünktlich um 19.11 Uhr mit dem Einmarsch ihres Elferrates. Verkleidet als Champagnerflaschen erinnerte dessen prickelnde Maskierung an das bevorstehende Jubelfest der Bruderschaft. Doch nicht das 500-jährige Bestehen des Vereins, sondern das 500. Jubiläum des Deutschen Reinheitsgebotes für Bier war für die kirchlichen Gesandten ein triftiger Grund für ein Prosit in der Bütt. Präses Johannes Büll und Prädikant Alexander Becker debatti

erten als „Duo Kreuzweise“ eifrig über päpstlich erlaubte Fußwaschungen für katholische Frauen („Einmal jährlich am Gründonnerstag, dann sind Ostern die Füße sauber.“), Integrationshelfer für Neubürgermeister in Nachbargemeinden und resümierten aus jeglicher Problematik optimistisch mit der Merkelraute „Wir schaffen das!“

Bürgermeister Robert Wenking beklagte in Politikermanier erst den Verlust von Rathaus und Schlüsselgewalt; rockte dann mit Gitarre als Piratenkapitän die Bühne und besang skurrile Freundschaften wie die zwischen Katharinen und Concorden. Erstmalig sind die gegenseitigen Einladungen zum Karneval angenommen worden und mit großen „Helau!“ begrüßten die Katharinen die königliche Abordnung der Concorden.

Die ewige Konkurrenz der beiden Vereine nahm auch Karin Dunkel aufs Korn: Das Urgestein in der karnevalistischen Bütt plauderte „wie immer“ traditionell aus dem Nähkästchen der bruderschaftlichen Verfehlungen und lästerte ungeniert über das Vermieten der von den Concorden belächelten Vereinshalle an eben diese mit einem „… was kann uns Besseres passieren, als wenn ihr helft, sie zu finanzieren“.

Mit wirbelnden Beinen und akrobatischen Kunststücken begeisterten die Auftritte der Funkengarden der „Burgkathrinchen“ und „St. Katharinen Garde“. Theresa Ruck hat ein Jahr für ihren Soloauftritt geprobt. Höhepunkt des turbulenten Abends war der Auftritt des Emsdettener Sängers Walter Zurbrügg alias der „Detterner Jung“. Mit einer musikalischen Rundreise durch die karnevalistischen Hochburgen von Rio über Mexiko zurück nach Köln brachte er die feierwütigen Katharinen mit Samba, Twist und „Tätärä!“ zum Tanz auf den Stühlen und zur Saalpolonaise.

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3791207?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686831%2F