Mo., 08.02.2016

Sturm aufs Rathaus Widerstand des Bürgermeisters zwecklos

Das concordische Prinzenpaar Kilian I. mit Anna II. entmachtete am Vormittag des Rosenmontags Bürgermeister Robert Wenking (l.).

Das concordische Prinzenpaar Kilian I. mit Anna II. entmachtete am Vormittag des Rosenmontags Bürgermeister Robert Wenking (l.). Foto: Sabine Sitte

Horstmar - 

Concorden, Katharinen und Burgfrauen übernahmen am Rosenmontag

Von Sabine Sitte

Jeder Widerstand war zwecklos! Nicht mal das verzweifelte Argument: „Vor 11.11 Uhr kommt hier keiner rein!“ des Bürgermeisters hielt die Narren davon ab, am Montagmorgen den Sitzungssaal im ehrwürdigen Rathaus zu stürmen. Eine Flut bunt gekleideter Karnevalisten wand sich die Treppe hinauf, rüttelte an der verschlossenen Tür und rief „Hinein! Hinein!“

Robert Wenking und seine Ratsmannen und -frauen ergaben sich der närrischen Attacke. Mit buntem Konfettiregen und lautem Gebrüll bejubelte das jecke Volk den schnellen Sieg: „Je eher wir drin sind, um so länger können wir feiern!“ Abgesandte der Concorden, der Katharinen und der Burgfrauen, derer Elferräte und Karnevalskomitees, Gardistinnen der „Burgkathrinchen“ und „St. Katharinen Garde“ tummelten sich im bunt geschmückten Ratssaal.

In prächtiger Robe nahm das concordische Prinzenpaar Kilian I. mit Anna II. zuoberst am Ratstisch Platz. Mit einem lauten „Horstmar Helau!“ begrüßte der Bürgermeister die närrischen Eroberer und beklagte augenzwinkernd: „Wie immer haben wir verteidigt, wie immer bin ich jetzt beleidigt. Doch keine Folter dieser Welt, bringt Euch zu unserem Stadtsäckel-Geld.“ Worauf Prinz Kilian I. geschickt zu kontern wusste. „Viel Widerstand war nicht zu spüren, lag es nur an den alten Türen?“

Auch einen ironischen Seitenhieb auf die Büttrede des „Christkindes“ der Katharinen konnte sich die Jecken-Majestät nicht verkneifen, doch mit einem „Wir wollen es erneut mit Euch versuchen“, versprach Kilian I. für das kommende Jahr eine Wiederholung der gemeinschaftlichen Karnevalsfestivitäten. „Liebes Prinzenpaar, gebt gut acht, und macht was draus aus eurer Macht“, ergab sich Wenking der närrischen Überzahl. Mit fröhlicher Karnevalsmusik und bei bester Stimmung feierten Jecken und Räte die friedliche Übernahme. Im Anschluss stärkten sich die Karnevalisten beim traditionellen Grünkohl-Essen in ihren Vereinsdomizilen.



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