Fr., 04.03.2016

Ein gesundes Gewässer Steinfurter Aa ist im guten Zustand

Wilhelm Kamphues,(4.v.l.), Vorsteher des Unterhaltungsverbandes Steinfurter Aa, und das gesamte Vorstandsteam zieht ein positive Bilanz der Arbeit des Verbandes.

Wilhelm Kamphues,(4.v.l.), Vorsteher des Unterhaltungsverbandes Steinfurter Aa, und das gesamte Vorstandsteam zieht ein positive Bilanz der Arbeit des Verbandes. Foto: Regina Schmidt

laer/horstmar - 

Eine positive Bilanz ihrer Arbeit zog jetzt der Unterhaltungsverband der Steinfurter Aa. Der gesamte Vorstand des Verbandes wurde wiedergewählt.

Von Regina Schmidt

„Die Wasserläufe befinden sich in gutem Zustand, denn wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, stellte Wilhelm Kamphues, Vorsteher des Unterhaltungsverbandes Steinfurter Aa,zufrieden fest. Am Donnerstag trafen sich der Verbandsvorstand und der Verbandsausschuss zur gemeinsamen Sitzung in der Gaststätte Smeddinck in Laer.

Dem Unterhaltungsverband Steinfurter Aa gehören die Gemeinden Laer, Horstmar, Altenberge und Nordwalde sowie Steinfurt und Billerbeck an, allerdings mit unterschiedlich großen Flächenanteilen.

„Insgesamt beträgt die Verbandsfläche 10 457 Hektar“, erklärt Kassenverwalter Josef Werger. Innerhalb dieses großen Gebietes ist die 1968 gegründete Organisation für die Pflege und Unterhaltung aller Gewässer zuständig, die für die Entwässerung wichtig sind. Dazu gehören Bäche unterschiedlichster Größen, Gräben und als größter Vorfluter die Steinfurter Aa.

„Wir müssen regelmäßig überprüfen, ob der Wasserabfluss reibungslos funktioniert“, erklärte Verbandstechniker Stefan Wesker. Im Rahmen der „Wasserschauen“ werde auch kontrolliert, ob die Gewässer vorschriftsmäßig naturnah unterhalten werden.

Zu den Pflege- und Räumungsmaßnahmen gehört zum Beispiel das Mähen der Uferböschungen oder die Entfernung von Sand und Schlamm. Alle notwendigen Maßnahmen führt eine vom Verband beauftragte Firma durch.

Nicht zuständig ist der Verband für die Überprüfung der Gewässerqualität. Hier sind Kreis und Bezirksregierung in der Pflicht.

Probleme gibt es beim Hochwasserschutz. „Bei sehr starken Regenfällen, wie wir sie in den letzten Jahren häufiger hatten, werden die Böschungen ausgespült und die Stabilität leidet“, erläuterte Wesker. Sorgen bereiten außerdem Bisamratten und Nutrias, die an den Gewässern siedeln und die Uferbereiche „durchlöchern“. Wie Wilhelm Kamphues berichtete, wurden allein im letzten Jahr 284 Bisamratten und 75 Nutrias erlegt.

Finanziert wird der Unterhaltungsverband durch die Beiträge der Grundstückseigner im Außenbereich. Pro Hektar werden zwölf Euro fällig.

Die Anlieger werden in verschiedene Gruppen eingeteilt. Zur Gruppe „A“ gehören Eigentümer von Grundstücken, die den Abflussvorgang besonders belasten. Gemeint sind hier die Gemeinden und Städte, da sie Kläranlagen betreiben, sowie Firmen, die Abwässer einleiten. Sie zahlen insgesamt 31 500 Euro in die Verbandskasse.

Die größte Gruppe „C“ stellen aber die Landwirte, die 125 000 Euro einzahlen. Der Kreis Steinfurt gibt noch einen Zuschuss für die Bisambekämpfung.

Bei der turnusmäßigen Vorstandswahl des Verbandsausschusses wurden alle Mitglieder in ihren Ämtern bestätigt.

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