Mo., 07.03.2016

Feuerwehr Horstmar zieht positive Bilanz Blauröcke 40 Mal gefordert

Beförderungen (v.l.):

Beförderungen (v.l.): Foto: Franz Neugebauer

horstmar - 

Beförderungen und Neuaufnahmen waren der Schwerpunkt bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Horstmar. Daneben bescheinigte ihnen der Bürgermeister eine tolle Arbeit.

Von Franz Neugebauer

Mehr als mit Zahlen, Daten und Fakten kann man die Notwendigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Horstmar mit den beiden Löschzügen Horstmar und Leer nicht unterstreichen.

Zu 40 Einsätzen wurde die Wehr gerufen, davon allein zwölf Brandeinsätze, acht Brandmeldeanlagen und 20 technische Hilfeleistungen. „Man kann bei der Betrachtung der verschiedenen Einsätze davon ausgehen, dass Ihr Schäden verhindert habt, die leicht eine sechsstellige Höhe betragen hätten“, lobte Stadtbrandinspektor Willi Homann seine Kameraden. Besonders hob er den Einsatz bei zwei Verkehrsunfällen mit Toten, Schwerverletzten und eingeklemmten Personen hervor.

Anlass war die Jahreshauptversammlung der Wehr im Gerätehaus in Horstmar, zu der neben den Mitgliedern der Wehr auch die Mitglieder der Ehrenabteilung gekommen waren. Insgesamt 97 Kameraden gehören der aktiven Wehr an, ging aus den Darstellungen des stellvertretenden Wehrführers Thomas Jüditz anlässlich seines Jahresberichtes hervor.

Die Alters- und Ehrenabteilung zählt 41 Mitglieder. Nach den Worten von Jan Smola besteht die Jugendfeuerwehr aus 25 Mitgliedern. Mit Heinz Josef Terkuhlen, Bernhard Jöne und Hermann May wurden drei verdiente Feuerwehrkameraden in die Ehrenabteilung übernommen.

„Das leidige Thema Beseitigung von Ölspuren wurde von der Landesregierung nicht verstanden“, kritisierte Feuerwehrchef Willi Homann. Wie könne es sein, dass auch durch das neue Feuerwehrgesetz die Feuerwehr immer noch zur Straßenreinigung alarmiert werde. „Wir sind doch nicht die Straßenfeger der Nation,“ fügte er verärgert hinzu. Auch der verständigste Betrieb werde sauer, wenn er seine Fachkräfte mit dem Straßenbesen auf der Landstraße sehe. Wenn das Land das nicht könne oder wolle, böte sich hier ein Betätigungsfeld für interkommunale Zusammenarbeit durch gemeindeübergreifende Bereitschaften der Bauhöfe und Investitionen in das richtige Gerät, schlug er dem Bürgermeister, vor.

Vier Maßnahmen des abgelaufenen Jahres hob Willi Homann besonders hervor: Die Anschaffung des Löschfahrzeuges im April, den erhöhten Schutz für Bürger und Höfe im Außenbereich, die Ausstattung der Zugführer mit neuen Meldeempfängern und die Verteilung von Handzetteln zur Information über Rauchmelder.

Die harmonisch verlaufene Versammlung machte das gute kameradschaftliche Verhältnis der Blauröcke untereinander deutlich. Dies wurde auch in der Ansprache des Bürgermeisters Robert Wenking deutlich. „Mit einem Dank möchte ich die Wertschätzung zum Ausdruck bringen, die Euch für Euren Einsatz gebührt“, lobte er die ehrenamtlichen Blauröcke. Wenking versicherte ausdrücklich, dass die verantwortlichen Entscheidungsträger im Rat die erforderlichen Ausgaben für die Reparatur oder Neubeschaffung von Ersatzfahrzeugen gerne in Kauf nehmen.

Für den Aufbau des neuen Feuerwehrfahrzeuges sind in diesem Jahr im Haushalt der Stadt 234 000 Euro bereitgestellt. Für die Beschaffung einer Tragkraftspritze werden 12 500 Euro zur Verfügung stehen. Auch die Anschaffung einer Wärmebildkamera stellte der Bürgermeister in Aussicht. Für Ersatzbeschaffungen, Fahrzeugunterhaltung, Dienstkleidung, Aus- und Fortbildung einschließlich der Abschreibungen sind 130 000 Euro veranschlagt. Dem stehen Erträge aus der Feuerschutzpauschale in Höhe von 18 000 Euro und den Gebühren für die Brandschauen von insgesamt 60 000 Euro gegenüber.



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