Fr., 29.09.2017

Vor Ort Auf der Schulstraße wird zu schnell gefahren

Die Mitglieder des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses unter dem Vorsitz von Ludger Hummert (r.) suchten das Gespräch mit den Anliegern der Schulstraße.

Die Mitglieder des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses unter dem Vorsitz von Ludger Hummert (r.) suchten das Gespräch mit den Anliegern der Schulstraße. Foto: abi

Horstmar - 

Mit dem Antrag einer Anwohnerin auf verkehrsdämpfende Maßnahmen auf der Schulstraße beschäftigte sich der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss unter der Regie von Ludger Hummert (CDU) während seiner Sitzung am Donnerstagabend. Um sich ein Bild von der Situation zu machen, begab sich das Fachgremium vor Ort.

Von Sabine Niestert

Momentan herrscht Ausnahmezustand, aber das Problem gab es bereits, bevor mit der Sanierung der Bahnhofstraße begonnen worden ist. So wird auf der Schulstraße meistens viel zu schnell gefahren und Verkehrsregeln, wie beispielsweise „rechts vor links“ scheinen dort für viele Autofahrer nicht zu gelten. Das beklagen zumindest einige der Anlieger, die täglich die Probleme und Gefahren sehen, die sich besonders im Bereich der Astrid-Lindgren-Schule abspielen. Damit schnell Abhilfe geschaffen wird, wandte sich eine Anwohnerin an die Stadt und beantragte verkehrsdämpfende Maßnahmen.

Während ihrer jüngsten Sitzung begaben sich die Mitglieder des Bau-, Planungs- und Umweltausschusse vor Ort, um sich selbst ein Bild von der Situation zu machen und das Gespräch mit den Anliegern zu suchen. Da die Schulstraße gerade und weit einsehbar sei, reize sie zu schnellem Fahren, meinte Annette Sonneborn von Bündnis 90/Die Grünen.

Dass die Stadt bereits Maßnahmen ergriffen hätte, betonte Bürgermeister Robert Wenking. So habe man eine Tempo-30-Zone eingerichtet und die Grünbeete installiert. „Das reicht nicht aus“, hieß es seitens der Nachbarn, die sich vorstellen könnten, dass Schwellen mehr bewirken, wenn es um die Begrenzung der Geschwindigkeit geht.

„Das wäre kein Problem“, meinte der Bürgermeister, dass beispielsweise Berliner Kissen schnell installiert werden könnten. Allerdings müsse man sich genau überlegen, wo diese platziert werden sollten. Von einem Fußgängerüberweg riet Wenking ab, denn der könne auch kontraproduktiv wirken und würde vermutlich in dem „sensiblen Bereich“ ohnehin nicht genehmigt.

CDU-Fraktionsvorsitzender Winfried Mollenhauer sprach sich für Geschwindigkeitsmessungen aus. Erst auf der Basis der gesammelten Fakten könne man die Situation auf der Schulstraße besser einschätzen und analysieren. Aufgrund dieser Ergebnisse sollte die Stadt dann weiter überlegen, wie sie vorgehe.

„Die Stadt ist nicht alleine verantwortlich, sondern auch die Verkehrsteilnehmer“, machte Wenking deutlich, der an die Anlieger appellierte, direkt die Eltern anzusprechen, wenn sie ihre Kinder zur Schule brächten.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5188640?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686831%2F