Fr., 13.10.2017

Anfrage im Ausschuss Bald auch Tiere auf dem Naturfriedhof?

Am 9. November 2015 ist der Naturfriedhof „Waldfrieden“ in der Alst feierlich eingeweiht worden. Auf seine Bedeutung wies Landrat Dr. Klaus Effing hin.

Am 9. November 2015 ist der Naturfriedhof „Waldfrieden“ in der Alst feierlich eingeweiht worden. Auf seine Bedeutung wies Landrat Dr. Klaus Effing hin.

Horstmar-Leer - 

Die Betreiber des Naturfriedhofs „Waldfrieden“ in der Alst würden gerne Tierbestattungen auf einem Teil des Geländes ermöglichen. Mit ihrer entsprechenden Anfrage hat sich der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss befasst, der keine Entscheidung getroffen hat. Über das Thema soll demnächst der Ausschuss für Kultur und Heimatpflege beraten.

Von Sabine Niestert

Der Gedanke, dass ein Teilstück des „Waldfriedens“ in der Alst als Friedhof für Tiere angeboten wird, behagt Bürgermeister Robert Wenking nicht. „Die Verwaltung ist nicht dafür“, erklärte er auf die Frage des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses, der sich in seiner jüngsten Sitzung mit einem entsprechenden Antrag der Waldfrieden Horstmar-Alst GmbH befasste.

Deren Geschäftsführer Anne Trindeitmar-Behr und Holger Behr hatten in einem Schreiben erklärt, dass sie beabsichtigten, einen Teil des Waldfriedhofs als letzte Ruhestätte für Hunde und Katzen zu nutzen. Viele Besucher der Einrichtung hätten sie danach gefragt. In Münster, Ahaus und Ibbenbüren befänden sich bereits Tierfriedhöfe – und die Nachfrage danach steige ständig. Das vorhandene Bild des Waldes würde sich dadurch in keiner Weise verändern, so die Antragsteller. Bei dem angedachten kleinen Teilstück handele es sich um eine Fläche angrenzend an die Landstraße 550. Dort gäbe es auch die Möglichkeit einer separaten Zufahrt samt eines kleinen Parkplatzes für zirka drei Fahrzeuge.

Da der Naturfriedhof der Asche von Menschen gewidmet sei, müsse man ihn entwidmen, wenn dort auch Tiere begraben würden, gab der Bürgermeister zu bedenken. Gegen einen Tierfriedhof an anderer Stelle habe die Stadt nichts einzuwenden. Ähnlich sah das CDU-Fraktionsvorsitzender Winfried Mollenhauer.

Die Thematik soll demnächst noch im Ausschuss für Kultur und Heimatpflege beraten werden, bevor die Kommunalpolitiker eine Entscheidung treffen.



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