Do., 09.11.2017

„Tag der offenen Tür“ Im Wohnzimmer hat alles begonnen

Die Vorstandsmitglieder Josef Rodine, Heide Wissing und Frank Stix (v.l.) freuen sich über die erfolgreiche Entwicklung des Jugendtreffs „JuLe“ in Leer. Als das „Gesicht der Einrichtung“ gilt Doris Zintl (kleines Bild), die die ehrenamtlichen Mitarbeiter hauptamtlich unterstützt.

Die Vorstandsmitglieder Josef Rodine, Heide Wissing und Frank Stix (v.l.) freuen sich über die erfolgreiche Entwicklung des Jugendtreffs „JuLe“ in Leer. Als das „Gesicht der Einrichtung“ gilt Doris Zintl (kleines Bild), die die ehrenamtlichen Mitarbeiter hauptamtlich unterstützt. Foto: fn

Horstmar-Leer - 

Anlässlich seines 20. Geburtstages laden die Verantwortlichen des Jugendtreff „JuLe“ in Leer am kommenden Sonntag (12. November) von 11 bis 17 Uhr in die Räume an die Geschwister-Buller-Straße 1 ein. Dort befindet sich der beliebte Treffpunkt für Kinder und Jugendliche, als dessen „Gesicht“ Doris Zintl gilt.

Von Franz Neugebauer

In neuem Glanz erstrahlt der Jugendtreff „JuLe“ an der Geschwister-Buller-Straße 1 in Leer. So wurden die Räume gestrichen und die elektrische Anlage erneuert. Gegen eine moderne Beleuchtung wurden die alten Lampen mit dem Charme der 70er Jahre ausgetauscht.

Grund dieser „Auf­hübschungs-Aktion“, die zum größten Teil die Vorstandsmitglieder der „JuLe“ geleistet haben, ist der 20. Geburtstag der Einrichtung, der am kommenden Sonntag (12. November) gebührend gefeiert werden soll. Dann ist die Bevölkerung von 11 bis 17 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ willkommen.

Josef Rodine vom Vorstand des Trägervereins kann sich noch genau an die Anfänge erinnern. Seine ersten Aufzeichnungen datieren vom 6. November 1995. „An diesem Tag entstand in unserem Wohnzimmer der Initiativkreis Jugendtreff in Leer,“ berichtet er. Es folgte der Gang durch die Institutionen, nachdem bei einer Umfrage 150 Jugendliche den dringenden Bedarf einer solchen Einrichtung deutlich machten. Glücklicherweise meldeten sich auch gleich 46 Helfer.

Eine wesentliche Hürde konnte bald genommen werden. So stellte die Stadt die ehemalige Hausmeisterwohnung an der Marienschule zur Verfügung. Danach war Muskelkraft gefordert, denn alle Räume musten von Grund auf saniert werden. Dazu gehörte der Einbau von neuen Fenstern, Türen, Wasserleitungen und Abflussrohren. Die vorhandenen Kohle- und Ölofen wurden durch eine Gas-Brennwertanlage ersetzt. Weit über 2000 Arbeitsstunden haben die Helfer damals freiwillig und kostenlos geleistet. Zum Glück gab es zahlreiche Spenden ohne die die Renovierung nicht möglich gewesen wäre.

Im April 1997 gründete sich im örtlichen Pfarrheim der Verein „Jugendtreff Leer“ statt, der später in den Namen „JuLe“ geändert wurde. Josef Rodine wurde damals Erster Vorsitzender und ist es auch heute noch. Neben Dem Vorstand gehören ihm gehören Anika Schleß, Heidi Wissing, Frank Stix und Doris Zintl dem Vorstand an.

Nachdem der Jugendtreff von ehrenamtlichen Mitarbeitern eröffnet worden war und die Zahl der Besucher stetig stieg, überlegte der Vorsitzende jemanden einzustellen, der feste Öffnungszeiten anbietet. „Wäre das nichts für dich?“, fragte Rodine seinerzeit Doris Zintl, die zusagte, was sich als ein „Glücksfall“ für die „JuLe“ erwiese. So ist die Leerer Bürgerin das Gesicht der Jugendeinrichtung, auch wenn sie nur über eine Halbtagsstelle verfügt. Mit ihrem ausgleichenden Wesen und nie ausgehenden Ideen kommt sie bei den Kindern und jugendlichen Besuchern gut an.

Schnell wurden Räume in der ehemaligen Hausmeisterwohnung für die zahlreichen Besucher zu klein. Um so mehr freuten sich die Verantwortlichen, dass sie den ehemaligen großen Saal der Schule, der zeitweise als Kirchsaal der evangelischen Kirchengemeinde genutzt wurde, hinzu bekamen. Dort stehen Fitnessgeräte für die Besucher.

Die Einrichtung, die montags bis donnerstags von 16 und 19 Uhr geöffnet hat, zählt in der Woche rund 55 Stammbesucher. Zudem gibt es rund 20 Gäste, die unregelmäßig kommen. Das Alter der Besucher liegt zwischen zehn und 17 Jahren.

Außerdem findet montags bis freitags zwischen 11.30 und 13.30 Uhr die Randzeitenbetreuung sowie montags, dienstags und donnerstags zwischen 14 und 16 Uhr die Hausaufgabenbetreuung statt.



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