Di., 20.09.2016

Laer Abschied vom Basar nach 20 Jahren

Übersichtlich sortiert werden die Artikel rund ums Kind in der Aula der Grundschule präsentiert.

Übersichtlich sortiert werden die Artikel rund ums Kind in der Aula der Grundschule präsentiert. Foto: rgs

Laer - 

Schon seit 20 Jahren gibt es den Basar „Artikel rund ums Kind“. Zu seinen Gründungsmitgliedern gehören Hubert Bröker und Marion Meier. Sie initiierten seinerzeit den Flohmarkt, der im örtlichen Pfarrzentrum seinen Anfang nahm. Dieser platzte allerdings schon bald aus allen Nähten und zog deswegen in die Grundschule um.

Von Regina Schmidt

Kinder sind den Eltern lieb, aber auch teuer. Kleidung, Spielzeug, Kinderwagen, Autositz und anderes Zubehör gehen richtig ins Geld. Da kommt ein Second Hand-Markt mit Artikeln rund ums Kind zur Schonung des Portemonnaies gerade recht. Das dachten sich vor 20 Jahren auch Hubert Bröker und Marion Meier und initiierten in Laer den ersten Basar für Kinderbedarf. Die beiden Pioniere sind die letzten Gründungsmitglieder, die dem Organisationsteam durchgehend angehörten.

„Ich habe in Ascheberg gewohnt, wo es schon eine Kinderkleider-Börse gab. Als die Familie dann nach Laer zog, habe ich festgestellt, dass es so etwas hier in der ganzen Gegend noch nicht gab. Deshalb kam mir der Gedanke, hier einen Basar für Kinderartikel zu organisieren“, erinnert sich Hubert Bröker, selbst dreifacher Vater. Schnell fand er Mitstreiter für ein Organisationsteam und im September 1996 hatte der erste Laerer Kinderkleiderbasar im Pfarrzentrum an der Königstraße seine Premiere. „Die Idee ist sofort richtig gut eingeschlagen. Über den Ansturm war ich selber überrascht“, blickt Bröker zurück.

Aufgrund des großen Erfolges wurde aus dem Basar eine dauerhafte Veranstaltung, jeweils im Frühjahr und Herbst. „Der Platz hat schon bald nicht mehr ausgereicht, so dass wir in die Aula der Grundschule umgezogen sind“,, berichtet Marion Meier. Das gesamte Team habe aus Erfahrung gelernt: „Wir sind jedes Jahr professioneller geworden, haben die Organisation verbessert, Kleiderständer zur besseren Präsentation angeschafft, Kassen zur schnelleren Abfertigung und einiges mehr.“

Das etwa 15-köpfig zählende, rein ehrenamtlich tätige Helferteam hat schon im Vorfeld der Basare reichlich Arbeit. „Wir müssen eine große Menge Sachen annehmen, alles sortieren, das Angebot übersichtlich strukturieren und alles in der Aula aufbauen“, schildert Marion Meier, die zwei Kinder hat, den Ablauf.

Die Basare rund ums Kind sind aber nicht nur für Anbieter und Käufer lukrativ, sondern dienen auch einem guten Zweck, denn 20 Prozent des Erlöses werden jeweils gespendet. „Das sind durchschnittlich 1000 Euro, die wir für verschiedene Einrichtungen oder Gruppen spenden, die sich für Kinder einsetzen“, so Bröker und Meier. Darunter zum Beispiel ortsansässige Kitas, Die Offene Ganztagsschule oder auch die „Klinik-Clowns“ Münster.

Im Rückblick freuen sich Marion Meier und Hubert Bröker über ihren Erfolg: „Wir waren die ersten in der ganzen Gegend. Dann wurde die Idee kopiert und jetzt gibt es ja fast in jedem Ort Basare für Kinderartikel. Der Laerer Kinderbasar ist mittlerweile weithin bekannt und es kommen viele auswärtige Besucher. Doch obwohl beiden das ehrenamtliche Engagement immer viel Spaß gemacht hat, wollen sie sich nun zurückziehen. Um die Zukunft machen sie sich aber keine Sorgen: „Das Orga-Team unter Federführung von Bianca Ewers, Andrea Reisch und Sigrid Dieckmeyer hat alles im Griff und wird im Frühjahr 2017 den nächsten Basar für Kinderbedarf auf die Beine stellen“.

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