Fr., 14.10.2016

Laer „Ich könnte ein Buch schreiben“

So kennen die Laerer Peter Suttorp: Als Tambourmajor leitet er das musikalische Geschick des Spielmannszugs der Freiwilligen Feuerwehr Laer und geht bei Aufmärschen immer vorne weg.

So kennen die Laerer Peter Suttorp: Als Tambourmajor leitet er das musikalische Geschick des Spielmannszugs der Freiwilligen Feuerwehr Laer und geht bei Aufmärschen immer vorne weg. Foto: Heinrich Lindenbaum

Laer - 

Peter Suttorp könnte ein Buch über seine Erlebnisse mit dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Laer schreiben. Diesem gehört er seit über 51 Jahren an. Besonders spannend war seine Zeit als Tambourmajor, die Suttorp nicht missen möchte. Dieses Amt gibt das Vorstandsmitglied nach 20 Jahren an Tobias Bußkamp ab.

Von Heinrich Lindenbaum

Peter Suttorp gibt das Amt als Tambourmajor an Tobias Bußkamp ab. Seit mehr als einem halben Jahrhundert gehört der Laerer dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr an, davon 20 Jahre als Tambourmajor und Vorstandsmitglied. Der letzte große Auftritt des Leiters erfolgte beim Großen Zapfenstreich in Ibbenbüren vor einer Kulisse von über 700 Feuerwehrleuten bei der Verabschiedung vom Kreisbrandmeister Meyer.

„Beim Großen Zapfenstreich steht man als Tambourmajor immer alleine auf weiter Flur“, erklärt Suttorp, dass die Spielleute dabei nur auf seine Zeichengebung reagieren, da es keine andere Verständigungsmöglichkeit gibt. Aber es habe wieder hundertprozentig geklappt, freut sich der Mann an vorderster Front.

„Eigentlich ein schöner Abschied, aber auch mit etwas Wehmut, wenn man bedenkt, was man in all den 51 Jahren alles so auf Vereinsebene erlebt hat“, bilanziert der Spielmannszugsleiter. „Aber ich bin nicht aus der Welt und für den Notfall immer noch in Bereitschaft“, räumt Suttorp ein.

Mit Josef Waterkamp, Hubert Rengers, Franz Veltrup, Heinz Blömer und Stefan Rikels hat der Musiker in seiner aktiven Zeit gleich fünf verschiedene Wehrführer erlebt. Die Gemeinde habe immer ein offenes Ohr für den Spielmannszug gehabt, zeigt sich der Jubilar dankbar für die Unterstützung seitens der Verwaltung und des Rates.

In den 90ziger Jahren hat Peter Suttorp mehrere Lehrgänge auf Landesebene besucht, die notwendig waren, um die musikalische Leitung des Spielmannszugs übernehmen zu können. Dabei wurde der Nachfolger von Hermann Abbenhaus für sein Amt als Tambourmajor fit gemacht.

„Wenn ich Paul Blömer nicht gehabt hätte, dann wäre ich ganz schön ins Schwimmen gekommen“, erinnert sich Suttorp an seine erste Zeit als Tambourmajor. Zudem war er stellvertretender Kreisstabführer des Großkreises Steinfurt.

Als einziger Feuerwehr-Spielmannszug des Kreises Steinfurt sei man bei Aufführungen vom „Großen Zapfenstreich“ und Verbandsaufmärschen bei Jubiläen immer sehr gefragt, gibt der Leiter zu bedenken.

Auch beim eigenen 100-jährigen Bestehen im vergangenen Jahr habe man sich, dank der guten Kameradschaft und Zusammenarbeit im Spielmannszug, gut präsentiert.

„Ich habe auch in schwerer Zeit beim Spielmannszug immer wieder Halt gefunden“, schätzt Suttorp die gute Kameradschaft, die auch im „Freundeskreis der Mönsterländer“ gepflegt wird, der sich 1948 gegründet hat. 15 Vereine gehören der Vereinigung heute noch an. Einmal im Jahr treffen diese sich, um gemeinsam zu musizieren, so wie es auch beim Jubiläum in 2015 in Laer der Fall war.

Eine Mitgliedschaft in den drei früheren Laerer Schützenvereinen (heute Vereinigte Schützen) war für Suttorp selbstverständlich. Auf einen Posten im Offizierskorps oder Vorstand habe er in all den Jahren aber bewusst verzichtet, weil ihm die Musiker stets wichtiger war.

„Ich könnte ein Buch über die Erlebnisse und Begebenheiten im Spielmannszug, wie auch über die Höhen und Tiefen, die jeder im Verein mal erlebt hat, schreiben“, erklärt der Musiker, der meint, dass es nun an der Zeit ist, Jüngeren Platz zu machen.



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