Fr., 20.01.2017

Laer Bürgermeister Peter Maier entschuldigt sich

Applaus gab es für die Rede von Bürgermeister Peter Maier während des Neujahrsempfangs der politischen Gemeinde am Donnerstagabend im Laerer Rathaus.  

Applaus gab es für die Rede von Bürgermeister Peter Maier während des Neujahrsempfangs der politischen Gemeinde am Donnerstagabend im Laerer Rathaus.   Foto: Niestert

Laer - 

Es war nur ein Satz, aber auf diesen haben alle lange und mit Spannung gewartet. Laers Bürgermeister Peter Maier hat sich während des Neujahrsempfangs im Rathaus für seine Fehler entschuldigt.

Von Sabine Niestert

Bürgermeister Peter Maier nutzte seinen zweiten Neujahrsempfang am Donnerstagabend im Rathaus , um eine positive Bilanz zu ziehen. „Gemeinsam haben wir viel erreicht“, betonte er und nannte die wichtigsten Projekte. Durch das menschliche und wirtschaftliche Flüchtlingsmanagement mit dezentraler Unterbringung in Wohnungen sei es gelungen, eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung zu schaffen. Der Verzicht auf Container habe Einsparungen von rund 400 000 Euro im Jahr ermöglicht.

„Durch Personalopti­mierung ist die Einrichtung einer Stelle `Wirtschaftsförderung` ohne Mehrkosten möglich geworden“, nannte der Gastgeber einen weiteren Erfolg. Hinzu käme der Verkauf von Gewerbeflächen. Unter Berücksichtigung der von der GEG-Versammlung genehmigten Reservierungen sei nun der größte Teil der Grundstücke belegt. Auf der Haben-Seite verbuchte der Hausherr zudem die „strukturelle Sanierung des Gemeindehaushaltes“ und das „schnelle Internet“ für Holthausen .

Pläne für 2017

Neben der Bilanz, beziehungsweise dem Rückblick gab der Bürgermeister auch einen Ausblick auf die vielen Aufgaben, die den Rat, die Verwaltung und ihn in diesem Jahr erwarten. Im Interesse der Bevölkerung sei dabei der Neubau eines Drei-Gruppen-Kindergartens besonders wichtig. Hinzu käme die Sanierung der Grundschule und die Aufwertung der Außenanlagen, um „mit optimalem Einsatz der Finanzmittel den größtmöglichen Nutzen“ für Schüler, Kinder und Erwachsene zu erzielen. In Sachen „multifunktionale Nutzung“ könne die Wirtschaftlichkeit dabei durch geschicktes Ausnutzen der Fördermöglichkeiten wesentlich gesteigert werden, meinte Maier.

Weiteres Projekt sei die Planung und der Bau einer umweltgerechten und sicheren Verbindung für Kinder und Erwachsene zwischen Laer und Holthausen, kam der Maier auf den Bürgerradweg zu sprechen. Wegen des stark gestiegenen Verkehrsaufkommens auf der Landstraße sei dieser von Nöten. Zudem schaffe er eine „optimale Einbindung“ in den öffentlichen Nahverkehr (Busbahnhof und S 70).

Vor dem Hintergrund, dass die Bezirksregierung verfügt habe, dass Holthausen ein Dorf bleiben (zirka drei Bauplätze für Einheimische vor Ort) und kein Ausbau der Infrastruktur erfolgen solle, „ist eine schnelle und sichere Verbindung und Anbindung an die Infrastruktur in Laer im Interesse der Bürgerinnen in Laer und Holt­hausen“, argumentierte der Redner. „Dies führt zu einem Miteinander von Alt- und Neubürgern in Laer“, nannte Maier als wichtigste Botschaft im Fall des Neubau eines Doppelhauses mit vier Wohnungen für den „Sozialen Wohnungsbau“. So gäbe es in der Gemeinde Menschen mit einem geringen Einkommen. So wie die Flüchtlinge bräuchten diese die Unterstützung der kommunalen Familie.

Entschuldigung vor dem Fazit

„Menschen machen Fehler – meine Fehler im Jahr 2016 bitte ich zu entschuldigen“, erklärte der Bürgermeister, bevor er sein Fazit zog. So habe man durch „sachlich gute Arbeit und durch klugen Einsatz der Finanzmittel“ viel für die Bürger in beiden Ortsteilen erreichen können. Er sei zuversichtlich, dass das auch in 2017 gelinge. Sein Dank gelte allen Ehrenamtlichen, Vereinen sowie den ortsansässigen Unternehmen für ihr „tolles Engagement“ zum Wohl der kommunalen Familie.

„Nur gemeinsam können wir unsere Ziele zum Wohle der Mitbürgerinnen und Mitbürger erreichen. Genau dieses sollte unser gemeinsames Ziel für 2017 sein“, appellierte Maier abschließend an die Besucher des Neujahrsempfangs, unter denen sich auch zahlreiche Ratsmitglieder befanden. Sie und alle anderen wurden – wie schon im Vorfeld angekündigt – durch fleißige Flüchtlinge mit Schnittchen und Getränken versorgt. Die Helfer wollten so ihren Dank gegenüber der Gemeinde und allen die, sich um sie kümmern, zum Ausdruck bringen. 



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4572721?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686834%2F