Do., 21.09.2017

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit Die Mensa ist vom Tisch

Laer - 

An der Werner-Rolevinck-Grundschule wird es keine separate Mensa geben.

Von Sabine Niestert

Die Mensa an der Werner-Rolevinck-Grundschule ist vom Tisch, zumindest als separater Einzelbau. „Zwar wünschenswert, aber finanziell nicht machbar“, befanden die SPD, die Grünen, die CDU und die UBG, die in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen und Planen einen eigenen Entwurf vorlegten, der den Kostenrahmen von 1,1 Millionen Euro einhalten soll.

Während eines interfraktionellen Gesprächs hatten sich die Parteien gemeinsam Gedanken gemacht, wie sie die bisher vorgestellten Varianten „abgespeckt“ werden könnten, mit dem primären Ziel, die Belange und Bedarfe der Grundschule sowie des Offenen Ganztags abzudecken, dabei aber den ohnehin defizitären Haushalt der Gemeinde Laer zu schonen und das zugesagte Geld aus dem Stärkungspakt – immerhin handele es sich um 450 000 Euro – nicht zu gefährden.

Die Art ihres Vorgehens beanstandete Bernd Lülff von der FDP-Fraktion, die sich aus terminlichen und stilistischen Gründen, nicht an dem Gespräch beteiligt hatte. Erst beauftrage man einen Fachmann, um dann sein eigenes Ding zu machen, kritisierte er das Verhalten der anderen Fraktionen. „Es geht doch nicht, dass jeder sein eigenes Süppchen kocht. So kommen wir doch keinen Deut weiter“, mahnte der Liberale, der letztendlich aber dem alternativen Beschlussvorschlag der CDU, SPD, UBG und Grünen zustimmte. Durch diesen wird der Bürgermeister beauftragt, auf der Grundlage der von Norbert Rikels vorgelegten Entwurfsskizze einen Bau- und Kostenplan spätestens bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Bauen und Planen am 20. November durch ein Fachbüro erstellen zu lassen.

Um Verständnis des Architektbüros Jörn Jacobs, der einen Vorentwurf vorgestellt hatte, warb CDU-Fraktionsvorsitzende Margarete Müller. Er solle den von den Fraktionen vorgelegten Entwurf konkretisieren und verbessern. Dieser sieht vor, dass es einen Anbau, der mit dem Altgebäude verbunden ist, für den Offenen Ganztag gibt. Das Bauvorhaben soll den gesamten Raumbedarf inklusive eine großzügigen Küchen- und Speiseraumbereichs der OGS abdecken und bereits 2018 in Angriff genommen werden.

Die dadurch frei werdenden Räumlichkeiten im Bestandsgebäude stünden somit dann wieder komplett für schulische Zwecke zur Verfügung, hieß es.

In einem zweiten Schritt sollten die erforderlichen Sanierungs- und Umgestaltungsmaßnahmen erfolgen. Die außerschulische Bildung sowie die Offene Kinder- und Jugendarbeit sehen die Antragsteller in den ursprünglich dafür genutzten Räumen im Altbau.

„Die bisherige Größe des Schulhofs bleibt weitgehend erhalten“, nannte SPD-Fraktionschef Norbert Rikels einen der Vorteile.

Dass im Arbeitskreis keinerlei Summen im Raum gestanden haben, gab deren Sprecherin Sylvia Beyer zu bedenken, die Konrektorin an der Grundschule ist. Das Gremium hatte in mehreren Sitzungen das Raumkonzept erstellt.

„Wir haben eine Verantwortung für die Schule, aber auch für den Haushalt der Gemeinde“, argumentierten die Politiker, dass nicht alle Wunschvorstellungen realisiert werden könnten.



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