Do., 28.09.2017

Kooperation Nur gemeinsam sind sie stark

Die Bürgermeister Robert Wenking, Peter Maier und Ingmar Ebhardt, Breitbandkoordinator der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Steinfurt (v.l.), freuen sich, dass der Antrag auf Förderung mit Bundesmitteln fristgerecht auf den Weg gegangen ist.

Die Bürgermeister Robert Wenking, Peter Maier und Ingmar Ebhardt, Breitbandkoordinator der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Steinfurt (v.l.), freuen sich, dass der Antrag auf Förderung mit Bundesmitteln fristgerecht auf den Weg gegangen ist. Foto: Franz Neugebauer

Horstmar/Laer/Altenberg - 

Die Gemeinden Altenberge und Laer sowie die Stadt Horstmar haben sich vorgenommen, als Kooperationspartner ihre Außenbereiche mit Breitbandkabel und damit einem schnelleren Internetzugang zu versorgen. Eine erste Hürde sei übersprungen, konnte Breitbandkoordinator Ingmar Ebhardt von der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Steinfurt jetzt verkünden. Der Antrag auf Förderung mit Bundes- und Landesmitteln sei fristgerecht Ende September auf den Weg nach Berlin zum Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gebracht worden.

Von Franz Neugebauer

Bei der Antragstellung waren die Rahmenregelungen des Bundes, genehmigt durch die Europäische Kommission, zu beachten. Umfangreich gestalteten sich die vorbereitenden Arbeiten. Die Bürgermeister Robert Wenking (Horstmar) und Peter Maier (Laer) dankten während eines Termins im Burgmannstädter Rathaus Ebhardt für sein Engagement, um an die erforderlichen Daten zu kommen.

Zunächst wurde von diesem auf Grund einer kreisweiten Markterkundung eine hausgenaue Unterversorgung ermittelt um die „weißen Flecken“ festzustellen. Dabei war davon auszugehen, dass alle Anschlüsse mit weniger als 30 Mbit/s als förderungsfähig anzusehen sind. Für Altenberge wurden 676 Haushalte und Betriebe, für Horstmar 275 und für Laer 230 ermittelt.

Um überhaupt an Kosten für die Versorgung dieser Haushalte und Betriebe zu kommen, wurde eine Preisanfrage gestartet. Danach lagen die Anschlusskosten pro Haushalt zwischen 14 000 und 18 000 Euro in den drei Kommunen. „Das kann und will keiner bezahlen“, stellte Bürgermeister Wenking fest. Umso dringlicher sei es, Bundes- und Landesmittel zu aquirieren.

Nach der derzeitigen Rechtslage fördert der Bund die Maßnahmen mit 50 Prozent. Das gilt für alle drei Kommunen gleichermaßen. Da sich die Stadt Horstmar und die Gemeinde Laer im Haushaltssicherungskonzept befinden, übernimmt das Land die restlichen 50 Prozent. In Horstmar belaufen sich die Gesamtkosten der Versorgung mit Breitband nach der Preisanfrage auf 4,9 Millionern Euro. Für Laer wurden 4,2 Millionen Euro errechnet. Kosten kommen bei einer einhundertprozentigen Förderung durch Bund und Land auf die beiden Kommunen nicht zu.

Anders ist die Situation in Altenberge. Zu den Gesamtkosten von 9,6 Millionen Euro tragen der Bund 4,8 Millionen und das Land (nur 40 Prozent) 3,8 Millionen Euro. Die Gemeinde übernimmt einen Eigenanteil von rund einer Million Euro. Altenberge befindet sich nicht im Haushaltssicherungskonzept, daher ist ein Eigenanteil im Gegensatz zu Horstmar und Laer vorgesehen.

„Die Realisierung der gesamten Maßnahmen ist bis Ende 2018 eingeplant“, nannte Ingmar Ebhardt ein Zeitfenster. Für den Erfolgsfall einer Förderungszusage müsse bei einem Gesamtinvestitionsvolumen für alle drei Gemeinden in Höhe von 18 Millionen Euro eine europaweite Ausschreibung erfolgen. Es habe sich ja jetzt nur um Interessenbekundungsverfahren gehandelt. Die dabei ermittelten Kosten könnten als Höchstwerte angesehen werden.

Unabhängig von diesen Maßnahmen insbesondere in den Außenbereichen hofft Bürgermeister Maier, dass in Laer eine Interessenquote von 40 Prozent für Anschlüsse im Ortskern erreicht wird, damit ein Investor dort tätig werden kann.



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