Mi., 04.10.2017

Arbeiten in alten Zeiten Zusammenhalt und Klima stimmten

So sah das Industrie- und Gewerbegebiet früher. An diese alten Zeiten erinnerten sich die Besucher, die der Einladung des Heimatvereins gefolgt waren.

So sah das Industrie- und Gewerbegebiet früher. An diese alten Zeiten erinnerten sich die Besucher, die der Einladung des Heimatvereins gefolgt waren. Foto: Picasa

Laer - 

Die Arbeit hat Spaß gemacht. Wir sind immer gerne hingegangen“. Darin waren sich die Frauen einig, die der Einladung des ört­lichen Heimatvereins zu einem Gespräch über alte Zeiten ins Haus Rollier gefolgt waren. Trotz härterer Bedingungen als heute und geringerer Bezahlung erinnern sich die Besucherinnen gerne an ihr Arbeitsleben in den 1950er und 1960er Jahren. In gemütlicher Runde berichteten die Teilnehmerinnen über ihre Beschäftigung bei den Firmen Bauer und Möllers. Die Arbeitsatmosphäre und der kollegiale Zusammenhalt seien immer gut gewesen.

„Die Arbeit hat Spaß gemacht. Wir sind immer gerne hingegangen“. Darin waren sich die Frauen einig, die der Einladung des ört­lichen Heimatvereins zu einem Gespräch über alte Zeiten ins Haus Rollier gefolgt waren. Trotz härterer Bedingungen als heute und geringerer Bezahlung erinnern sich die Besucherinnen gerne an ihr Arbeitsleben in den 1950er und 1960er Jahren. In gemütlicher Runde berichteten die Teilnehmerinnen über ihre Beschäftigung bei den Firmen Bauer und Möllers. Die Arbeitsatmosphäre und der kollegiale Zusammenhalt seien immer gut gewesen.

Die jüngeren Anwesenden wunderten sich über den damaligen Stundenlohn für Frauen von 50 oder 49 Pfennig. Dazu kam eine bescheidene Akkordprämie (der Durchschnittsarbeitslohn eines Arbeiters lag 1950 bei 150 Mark, der von Frauen auf jeden Fall darunter). Es musste länger und auch samstags bis mittags gearbeitet werden. Die Wochenarbeitszeit lag bei 48 Stunden. Teilzeit für Frauen gab es nicht.

Das konnten Mütter nur schaffen, wenn die Großeltern die Kinderbetreuung übernahmen. Erleichterungen im Haushalt, die die Menschen heute kennen, gab es nicht. Also ein Leben mit reichlich Arbeit im Beruf und zu Hause. Für viel mehr reichten die Zeit und auch das Geld nicht.

Einige Frauen hatten eigene Fotos aus der damaligen Zeit mitgebracht. Linus Stalbold, der Leiter der Archivgruppe im Heimatverein, zeigte Bilder aus dem vereinseigenen Bestand.

„Aller waren sich einig, dass eine solche Gesprächsrunde wiederholt werden sollte“, erklärte Ulrike Kluck, die die Veranstaltung des Heimatvereins initiiert hatte. Linus Stalbold habe zugesagt, dann mehr Fotos über die alten Firmen mitzubringen. Der nächste Termin könnte schon im November stattfinden. Dazu sind weitere Teilnehmer sehr willkommen.



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