Fr., 20.10.2017

Haushaltseinbringung „Ein erster Lichtblick“

Laer - 

Für Bürgermeister Peter Maier ist es eine „Sensation“, während Kämmerer Thorsten Brinker alle Beteiligten mahnt, „bescheiden“ zu bleiben. Gemeint ist der Laerer Haushalt, der während der jüngsten Ratssitzung eingebracht wurde. „Nachdem es jahrelang üblich war, eine Million Euro neue Schulden zu machen, haben wir nun das Unglaubliche geschafft“, freut sich der Bürgermeister, das erstmals ein Jahresüberschuss für das Haushaltsjahr 2018 erreicht worden ist, der bei rund 57 000 Euro liegt.

Von Sabine Niestert

Für Bürgermeister Peter Maier ist es eine „Sensation“, während Kämmerer Thorsten Brinker alle Beteiligten mahnt „bescheiden“ zu bleiben. Gemeint ist der Laerer Haushalt, der während der jüngsten Ratssitzung eingebracht wurde. „Nachdem es jahrelang üblich war, eine Million Euro neue Schulden zu machen, haben wir nun das Unglaubliche geschafft“, freut sich der Bürgermeister, das erstmals ein Jahresüberschuss für das Haushaltsjahr 2018 erreicht worden ist, der bei rund 57 000 Euro liegt.

Dieser Erfolg sei das Ergebnis „mutiger Entscheidungen“ und der „hervorragenden Arbeit“ des Kämmerers Thorsten Brinker und seines Vorgängers Markus van der Zee, lobt Maier die Arbeit und den Einsatz der Finanzexperten. Als Grund für die positive Entwicklung nennt Maier zudem die Teilnahme am Stärkungspakt, durch dessen Zuwendung es der Kommune gelungen sei, in 2017 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.

„Unsere Bewerbung war so gut ausgearbeitet, dass wir als einzige Gemeinde im Münsterland erfolgreich waren“, betont der Bürgermeister, der dafür auch den Einsatz der Mitarbeiter in der Kämmerei lobt. Dadurch seien die Grundlage für eine weitere nachhaltige Haushaltskonsolidierung geschaffen.

Vorsichtiger drückt es Kämmerer Brinker aus, der die Haushaltssituation als „leicht verbessert“ bezeichnet. So würde die Kommune für das Haushaltsjahr 2016 gemäß der Entwurfssatzung einen Jahresüberschuss in Höhe von rund 370 000 Euro erzielen. „Ein erster Lichtblick“, kommentiert der Finanzexperte dieses Ergebnis. Ab 2020 – sofern die Prämissen einträten – seien höhere Jahresüberschüsse eingeplant.

Trotz dieser positiven Entwicklung müsse die Gemeinde weitere Einsparpotenziale generieren und leider auch die Freiwilligen Leistungen auf den Prüfstand stellen, kündigt der Finanzfachmann an, dass bedingt durch die Teilnahme am Stärkungspakt keine anderen Alternativen blieben. Die Teilnahme an der dritten Stufe des Stärkungspaktes bezeichnet der Kämmerer – auch vor dem Hintergrund möglicher Restriktionen als „richtigen Schritt“. Der Grundstein zur nachhaltigen Haushaltsverbesserung sei auch die Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer gelegt.

„Unter Zugrundelegung einer vorsichtigen ertragswirksamen sowie aufwandsreduzierenden Planung ist ein dauerhafter Haushaltsausgleich und auch die Rückführung des Eigenkapitals bis 2022 möglich“, prognostiziert der Finanzexperte, der innerhalb von knapp einem Jahr als Kämmerer der Gemeinde Laer einen Gesamtabschluss, zwei Jahresabschlüsse, zwei Haushalte und die Teilnahme an der dritten Stufe des Stärkungspaktes mit seinen Mitarbeitern gemeistert hat.

„Die Ursachen der finanziellen Probleme der Gemeinde Laer sind in der Vergangenheit begründet“, stellt Brinker klar, der ankündigt, noch einige Abläufe optimieren zu wollen.



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