Mi., 25.10.2017

Großübung der Feuerwehr Laer Herzinfarkt: Bus rammt Pkw

Nicht nur im Bus, sondern auch im am Unfall beteiligten Pkw gibt es Verletzte, die der dringenden Hilfe der Feuerwehrleute bedürfen. Das Szenario der Großübung am Dienstagabend hat es in sich.  

Nicht nur im Bus, sondern auch im am Unfall beteiligten Pkw gibt es Verletzte, die der dringenden Hilfe der Feuerwehrleute bedürfen. Das Szenario der Großübung am Dienstagabend hat es in sich.   Foto: Jens Keblat

Laer - 

Ein Massenunfall mit 14 Verletzten fordert die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Laer während einer Großübung im Welzen. Dabei rammt ein Bus einen Pkw und schiebt diesen gegen einen Baum. Für die Feuerwehrleute beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: die Lage erkunden, Prioritäten setzen, Menschen retten, Verstärkung koordinieren und Schlimmeres verhindern – eine Herausforderung für alle beteiligten Kräfte.

Von Jens Kebalt

Blaulicht, Martinshorn und jede Menge Arbeit für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Laer: Im Welzen trainierten die Wehrleute am frühen Dienstagabend den Massenanfall von Verletzten. Das Szenario: eine Kollision zwischen einem Auto und einem Bus.

Gerade erst hatte das Fahrzeug noch gehalten, nur wenige Meter und Augenblicke später passiert die Katastrophe: am Steuer des Busses erleidet dessen Fahrer einen Herzinfarkt, der Bus fährt zwar nicht schnell, aber ungebremst auf einen Kreuzungsbereich zu, rammt einen vorbeikommenden Wagen und schiebt diesen direkt gegen einen Baum.

In dem Wagen: drei Personen. In dem Bus: elf Personen. Alle von dem Verkehrsunfall betroffenen Personen sind verletzt, einige nur leicht, andere wiederum schwer und einige von ihnen nicht eingeklemmt.

Um 19.03 Uhr löst der stellvertretende Wehrführer Daniel Borgmann, der die Übung gemeinsam mit weiteren Kameraden organisiert hat, Vollalarm für die Löschzüge Laer und Holthausen aus. Kurz darauf machen sich die Wehrleute mit Blaulicht und Martinshorn von zwei Seiten auf den Weg zur Unfallstelle. Nach nur wenigen Minuten erreichen sie den leicht abgelegenen, dunklen Unfallort und stoßen auf ein dramatisches Szenario.

Notfall-Darsteller vom Jugendrotkreuz in Emsdetten haben den Bus und den Pkw mit Leben, vielmehr mit schreienden, kreischenden und teils stark blutenden fiktiven Verletzten gefüllt. Für die Helfer beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: die Lage erkunden, Prioritäten setzen, Menschen retten, Verstärkung koordinieren und Schlimmeres verhindern – eine Herausforderung für alle beteiligten Kräfte.

Die Rollenverteilung: erfahrenere Wehrleute rücken freiwillig in die zweite Reihe und ermöglichen den jüngeren Kameraden, wertvolle Praxiserfahrung zu sammeln, nehmen sie beinahe buchstäblich an die Hand und geben Tipps. Dabei jonglieren sie auch mal mit ihrer Tonlage und sorgen so ganz automatisch für einen authentischen Spannungsbogen, für eine realitätsnahe Ausbildung.

Kurzerhand werden verletzte Personen aus dem stark deformierten Auto befreit und sogar das Dach des Wagens dafür abgenommen. In dem, in dem Bus arbeiten sich die Wehrleute Patient für Patient vor. Über eine Stunde dauert es, bis die Übung als abgearbeitet gilt und beendet werden kann. Das Fazit: „Ein paar Kleinigkeiten sind uns aufgefallen“, sagt Daniel Borgmann. An denen wolle man jetzt weiter arbeiten um für den Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein.



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