So., 29.10.2017

Letzte Convention Finale grande mit viel Wehmut

Moderatoren und Künstler in einer Person: Die vier Herren des Zirkustheaters „StandArt“.

Moderatoren und Künstler in einer Person: Die vier Herren des Zirkustheaters „StandArt“. Foto: Nix

Laer - 

Mit der 13. Auflage hat sich die Laerer Convention „ZirkuLaer“ erfolgreich, aber auch mit viel Wehmut verabschiedet. Nach einer tollen Show auf der Bühne gab es draußen noch eine beeindruckende Feuerschau. Die Künstler und die stellvertretenden Bürgermeister dankten Elke Suchtmann-Fehmer für ihren jahrelangen Einsatz.

Von Rainer Nix

Die Ankündigung eines Zauberers stieß beim Publikum auf nur geringe Gegenliebe. Doch die moderierenden Herren des Zirkustheaters „StandArt“ machten sich nur einen Spaß und neckten die Zuschauer gerne ein wenig. Was am Samstagabend zum 13. und letzten Mal als „Internationale Convention für Akrobatik und Jonglage – ZirkuLaer“ über die Bühne der ausverkauften Turnhalle am Hofkamp ging, war hochkarätige Artistik. Jonglagen in allen möglichen Schattierungen begeisterten die mehr als 400 Gäste.

Ob mit Keulen, Diabolos oder Bällen – die Künstler aus Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und anderen Nationen verstanden ihr Handwerk vortrefflich. So manches „Ah“ und „Oh“ waren zu hören und es blieb nicht aus, dass den Zuschauern an besonderes schwierigen Stellen der Atem stockte. Ist Geschwindigkeit etwa doch Hexerei? Wahrscheinlich eher nicht, denn geschicktes Timing ist auch beim Jonglieren eines der Geheimnisse.

Fotostrecke: 13. ZirkuLaer

Es war ein großartiges Finale für ein erfolgreiches Veranstaltungsformat, das mehr als zehn Jahre im Ewaldidorf überdauerte. „Man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist“, hatte Hauptinitiatorin Elke Schuchtmann-Fehmer bereits im Vorfeld erklärt (wir berichteten). Dass das nach so langer Zeit natürlich nicht leicht falle, räumte die Hauptinitiatorin im Gespräch während der Abschlussveranstaltung ein. „Die Gemeinde als Veranstalter hat uns immer gut unterstützt“, betonte sie, dass es aber immer schwerer geworden sei, die Vorgaben der Ad­ministration umzusetzen. Außerdem seien viele, die sich damals mit 16 Jahren dem Organisationsteam anschlossen hätten, mittlerweile aus beruflichen oder familiären Gründen aus Laer fortgezogen.

2005 nahm die Gemeinde Laer am Innenstadtförderprogramm „Ab in die Mitte“ teil. Schuchtmann-Fehmer war Mitglied des Arbeitskreises. „Wir überlegten, was man speziell für Kinder und Jugendliche anbieten könnte“, so die Initiatorin weiter. Ihre Kinder, die damals in Havixbeck zur Schule gingen, machten sie mit einer Zirkus-AG bekannt. So entstand die Idee einer Convention in Laer.

Kontakte wurden zur Convention-Szene geknüpft, die sich regelmäßig in Deutschland trifft. Die Zusammenarbeit trug reiche Früchte, alle sind gespannt, welche neuen Projekte sich in Zukunft vielleicht entwickeln.

Die Artisten waren sowohl Hobby-Jongleure als auch Profis, die auf den Bühnen der Welt zu Hause sind. Doch nach 22 Uhr war die Zeit des Abschieds endgültig gekommen. Schuchtmann-Fehmer nahm für ihr außergewöhnliches Engagement Geschenke aus der Hand der Künstler und vom Geschäftsführer des Dorfmarketingvereins, Gerrit Thiemann, entgegen. Er und Margarete Müller überreichten als Bürgermeisterstellvertreter einen riesigen Blumenstrauß und würdigten so auch von Seiten der Gemeinde den jahrelangen Einsatz der Organisatorin und ihrer Helfer.

Nach dem Schlussakkord gab es mit der großen Feuershow draußen noch ein letztes Highlight. Trotz des ungemütlichen Regens ließen es sich die Feuerkünstler nicht nehmen, zum Abschied noch einmal aufzutreten.



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