Mi., 07.02.2018

Laer Helau „Alfonso-Meise“ nimmt alle mit

Gute Stimmung herrschte bei der Karnevalsfeier der Senioren im bunt geschmückten großen Saal des Laerer Pfarrzentrums. Dieser begann mit einem Kaffeetrinken.  

Gute Stimmung herrschte bei der Karnevalsfeier der Senioren im bunt geschmückten großen Saal des Laerer Pfarrzentrums. Dieser begann mit einem Kaffeetrinken.   Foto: hl

Laer - 

Ausgelassene Stimmung herrschte bei der Karnevalsfeier der Laerer Senioren im bunt geschmückten Saal des Pfarrzentrums. Dort erlebten die zahlreichen Besucher ein tolles Programm, das von heimischen Talenten geboten wurde. Dieses moderierte Sitzungspräsidentin Eva Thüning.

Von Heinrich Lindenbaum

Tolle Stimmung herrschte beim Seniorenkarneval im voll besetzten großen Saal des Pfarrzentrums. Gerne folgten die zahlreichen Besucher dem Appell der Sitzungspräsidentin Eva Thüning, die alle Gäste aufforderte, die Veranstaltung unbekümmert zu genießen und unangenehme Gedanken sowie Erlebnisse einmal an die Seite zu schieben.

Als heimischer Singvogel „Alfonso-Meise“ stimmte Alfons Bücker sein Mottolied des diesjährigen Karnevals „Laer blüht auf – Wald und Wiesen voller Narren“. Zudem erfreute er das Publikum mit plattdeutschen Geschichten.

Uta Bußkamp erzählte von den Reaktionen ihres Mannes nach einem Lottogewinn. Als es an einem Samstag hieß, „Schampus her – ich hab sechs richtig! Wir sind reich, wir haben Geld!“, veränderte sich das Leben der Familie schlagartig. Bis am Montagabend die Quoten kamen, „fiel mein Mann fast aus dem Rahmen. Viele Hundert – er litt Qualen – hatten sie, die gleichen Zahlen, auf den Lottoschein geschrieben, übrig ist nicht viel geblieben“, klagte die geplagte Ehefrau ihr Leid.

Pfarrerin Dagmar Spelsberg-Sühling berichtete in Anlehnung an das Lied „Viva Colonia“ der Kölner Kultband „De Höhner“ von der Verbindung zwischen Kirche und Karneval bei den Rufen „Helau“ und „Halleluja.“

„Ich bin das Kind einer Blumenehe: Meine Mutter ist verwelkt und mein Vater ist verduftet“, begann Agnes Wessels ihren Vortag über viele lustige Begebenheiten aus ihrem Berufsleben als „Billa, die Putzfrau“. Ob es die Arbeit bei Schulze Brömmelkamp im Haushalt war, oder die zwei Diäten, die sie einmal gemacht hat, alles ließ nur einen Schluss zu: „Lieber mit 70 geplatzt, als mit 90 verhungert.

Bissig die Anspielung auf die Politiker: „Sie sind wie die Heiligen Drei Könige: sie legen ihre Arbeit nieder, ziehen schöne Gewänder an und gehen auf große Reisen“.

Der Garant für gute Stimmung und ein Highlight wie jedes Jahr war wieder der Sängerstammtisch. Unter der Leitung von Josef Eling stimmten die Männer „Heute wollen wir feiern hier im Saal, denn es ist Seniorenkarneval“ an. Weiter ging es mit „Ja, wenn datt Trömmel geht, Kölle Alaaf“ oder „Der Karneval in Laer, den gibt es jedes Jahr“.

Einen Augenschmaus bot die Tanzgruppe unter der Leitung von Sieglinde Lunkwitz.

Als letzte Akteurin an diesem Nachmittag stieg Margret Wilmer in die Bütt und erzählte über „Dat Höötken“. Dabei wollte sie so gerne ihr Hütchen loswerden, aber vergeblich. Letztendlich kommt sie zu der Einsicht: „Denn es gibt nichts Treueres, als einen alten Hut und ich denke, eigentlich steht er mir auch ausgesprochen gut“.

Organisiert wurde der Nachmittag wieder von Wolfgang und Minna Sohlbach sowie Eva Thüning. Das Trio bedankte sich auch bei Waltraud Frecking, Hanny Viefhues, Mechthild Kottmann und Anneliese Steenberg vom Team für ihre Unterstützung. Lobende Worte gab es auch für die Helfer Paul Strotmann, Heinz Steenberg und Josef Kottmann, die jedes Jahr den Pfarrsaal karnevalistisch schmücken.



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