Mo., 20.04.2015

BOM-Jahreskonzert Musicalisches Mammutprogramm

Der Candyman hatte einen ganzen Bauchladen voller Süßigkeiten. Oliver Thegelkamp sang die Rolle, begleitet von BOM-Kinderchor..

Der Candyman hatte einen ganzen Bauchladen voller Süßigkeiten. Oliver Thegelkamp sang die Rolle, begleitet von BOM-Kinderchor.. Foto: Elvira Meisel-Kemper

Metelen - 

Musikalische Leckerbissen aus der großen, bunten Welt der Musicals präsentierte das Blasorchester Metelen – und dazu viele Showeinlagen, die ihre Zuhörer im ausverkauften Bürgersaal begeisterten.

Von Elvira Meisel-Kemper

Spielend bewältigte das Blasorchester Metelen (BOM) unter der Leitung von Dirk Brünenborg im Bürgersaal das Mammutprogramm rund um Musicals. Drei Stunden lang begeisterten 70 Musiker des Hauptorchesters sowie der Nachwuchs die 300 Besucher im voll besetzten Saal. Mit Gesang, witzigen Einlagen und der energiegeladenen Instrumentierung des Orchesters schufen die Akteure eine Einheit, in der die Überlänge überhaupt nicht auffiel.

Mit Humor und Phantasie moderierten Evelyn und Jörg Beck den Abend. „Bienvenue Welcome“ sang die Vorsitzende Rabea Wenning gleich zu Beginn des Konzerts zur Begrüßung. Mit Melodien aus „Jesus Christ Superstar“ setzte das Orchester gleich zum Konzertauftakt besondere Maßstäbe. „1972 war die Deutschland-Premiere des Musicals in der Halle Münsterland in Münster“, berichtete Evelyn Beck nicht ohne Stolz auf dieses musikalisch Highlight der Region. Ines Schulte-Austum sang dazu die Titelmelodien.

Oliver Thegelkamp als zweiter Gastsänger kam als singender „Candyman“, gefolgt vom Kinderchor BOM, aus dem Publikum auf die Bühne. „Oklahoma“ mutierte bereits vor der rein instrumentalen Interpretation des BOM zur Nationalhymne des amerikanischen Bundesstaates. In dem Arrangement des Orchesters klang die Komposition pointiert, ausgewogen und leicht distanziert vom Vorbild, das stärker an der Country-Musik orientiert ist.

Mit dem Auftritt der Blockflötengruppe, die durch ihre Leiterinnen verstärkt wurde, gewährte das Orchester dem Publikum einen Einblick in die Nachwuchsförderung. „Das Phantom der Oper“ wurde durch Schulte-Austum und Thegelkamp zu einem besonderen Erlebnis. Noch mitreißender als der Gesang war die Interpretation des Orchesters, die nach einem sanften Auftakt hochdramatisch wurde.

Brünenborg überraschte gleich mehrmals als Sänger in diesem Konzert. Mit den beiden Gastsolisten und Rabea Wenning sang er im Quartett den Titel „One“ aus dem Musical „A Chorus Line“. Wenning als Vorsitzende des BOM hatte sichtlich Spaß an dieser Form der Neugestaltung des Orchesterauftritts durch Gesang. Nachwuchsmusikerin Rebecca Saxlehner verstärkte das Team noch. Melodien aus „The Lion King“ sangen Saxlehner, Wenning, Schulte-Austum und Thegelkamp im Quartett. Der Bienensong aus „Tabaluga“ wurde anschließend dargeboten von Saxlehner, Brünenborg und den Kinderchor BOM.

Auch die Solisten des Orchesters überzeugten. Dieter Oskamp (Trompete) in „Cats“, Markus Kottig (Trompete) und Fabian Fehlker (Posaune) in „The Lion King“, Dagmar Jänsch in „The Rocky Horror Picture Show“ sind nur einige der hervorragenden Solisten aus den Reihen des Orchesters.

Die Aufbaustufe unter der Leitung von Svenja Kippelt bereicherte mit drei Beiträgen das Konzertprogramm zusätzlich. Zum Musical „Hair“ hatte sich Moderator Jörg Beck passend als Hippie eingekleidet, was er sichtlich genoss. Zum Schluss gab es von der BOM-Vorsitzenden Wenning Blumen, Präsente und vor allem viel Lob für die Solisten – und dazu überbordenden Applaus des begeisterten Publikums.



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