Fr., 08.01.2016

Ein Selbstversuch Insulin in die Knie zwingen und abnehmen

Gesunde Ernährung: Viele reden davon, wenige setzen es dauerhaft um.

Gesunde Ernährung: Viele reden davon, wenige setzen es dauerhaft um. Foto: coulorbox.de

Metelen - 

Das Insulin in die Knie zwingen und auf diese Weise abnehmen – das wollen die Teilnehmer des neuen „Fred“-Kurses, der am Mittwochabend in der Oase gestartet ist. Martin Fahlbusch wagt für unsere Zeitung einen Selbstversuch.

Von Martin Fahlbusch

Mahlzeit. Das Jahr fängt ja gut an. Diesmal geht es um Ernährungsumstellung in der Oase in Metelen. Und ich bin am Mittwochabend nicht ganz pünktlich. Liegt wahrscheinlich am Thema. Ich werde versuchen, in den nächsten Wochen über meine Erlebnisse und Erfahrungen zu schreiben.

Zum Gegner: Früher hätte man meine aktuelle Figur mit Wohlwollen „barock“ genannt. Matellia Metelen, die AOK, ein gewisser Fred, Dr. Eckart von Hirschhausen Claudia Wiggenhorn und mindestens 25 mutige Mitmenschen wollen das ändern. Es sind bei diesem ersten Kursabend, dem noch vier weitere im wöchentlichen Abstand folgen werden, erstaunlicherweise außer mir einige weitere Männer dabei. Da fühle ich mich nicht so allein unter Frauen.

Die ersten Regeln sind einfach. Die schaffe selbst ich. Man duzt sich. Wir reden nicht über Gewicht, Kilos und Kalorien, sondern über Inhaltsstoffe von Lebensmitteln und unsere Umfänge. Ganz harmlos: linker Oberarm, linke Wade, linker Oberschenkel. Dann Unterbrustumfang (für mich ein völlig neues Messareal) und – jetzt wird es doch ernst – Bauchumfang. „Bitte so messen, dass der Bauchnabel bedeckt ist“, erläutert Claudia, wahrscheinlich eine Freundin von diesem Fred, die motivierend, aber auch liebevoll streng die Veranstaltung leitet. „Ab heute heißt es keinen Zucker, keine Sättigungsbeilagen wie Brot, Kartoffeln und Reis – und auch kein Obst; Süßstoff ist ebenfalls tabu. Wir wollen das Insulin in die Knie zwingen. Das Zeug sorgt für die Fetteinlagerungen und die unbeliebten Ringe“, lauten ihre weiteren Anweisungen. Wenn es denn nur ein paar lächerliche Ringe wären, die mich da umgürten, stöhne ich nach innen und freue mich über meine Nachbarin. Die schlägt vor: „Claudia sollte lieber aufzählen, was wir überhaupt noch essen dürfen“, und beginnt an ihrem Kugelschreiber zu kauen.

Die nächste Enttäuschung folgt. Fred ist gar nicht der Freund von Claudia, sondern die Losung für die Zukunft des neuen Essens: „Fettverbrennung radikal – Ernährungsumstellung dauerhaft“. Mit vielen „leckeren“ Anregungen und dem Versprechen, sich stets auch per E-Mail und Internet um uns zu kümmern, schickt Claudia uns mit einem Motivationssong in die erste Woche mit Magerquark, Gemüse, Salat, Pute, Fisch, Fleisch und Wasser. Fortsetzung folgt – vielleicht.



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