Mo., 01.02.2016

Bank-Überweisungen IBAN den Schrecken nehmen

22 Stellen hat die IBAN-Nummer, die seit Montag auch bei Überweisungen von Privatkunden vorgeschrieben ist.

22 Stellen hat die IBAN-Nummer, die seit Montag auch bei Überweisungen von Privatkunden vorgeschrieben ist. Foto: dpa

Metelen - 

„IBAN, die Schreckliche“ wird die neue 22-stellige Ziffernfolge gerne genannt, mit der seit Montag auch die Privatkunden ihre Überweisungsträger ausfüllen müssen. Die örtlichen Geldinstitute haben allerdings Tipps parat, um IBAN ihre Schrecken zu nehmen. 

Von Dieter Huge sive Huwe

Sie hat ihren Spitznamen längst weg: IBAN, die neue Bankverbindungs-Nummer, rangiert bei vielen immer noch unter „IBAN, die Schreckliche“. Dabei gibt es keinen Anlass, Angst vor der 22-stelligen Zahl zu haben. Hiervon sind die Vertreter der Geldinstitute vor Ort jedenfalls überzeugt.

Christian Ernsting von der Filiale der Volksbank Gronau-Ahaus weiß, dass die neue Nummer für viele Kunden bereits ein alter Hut ist: „Unsere Geschäftskunden und auch die Vereine arbeiten schon seit 18 Monaten damit“, erklärt er, dass die verbindliche Nutzung von IBAN für diese Bereiche bereits eingeführt wurde. Seit Montag können sich aber auch Privatkunden nicht mehr um das 22-stellige Zahlenmonster herumdrücken. „Wir nehmen nur noch Überweisungsträger entgegen, auf denen die IBAN eingetragen ist“, beschreibt Ernsting die klare Richtlinie, die für alle Geldinstitute gilt.

Sein Tipp: „Merken muss man sich eigentlich nur die individuelle Prüfziffer.“ Diese ist zweistellig, folgt der bundesweit einheitlichen Länderkennung „DE“. Anschließend kommt die Bankleitzahl und zum Schluss – wie bisher – die Kontonummer. „Nachzulesen ist das aber auch auf den EC-Karten. Bei den älteren auf der Rückseite, bei den neueren Karten vorne.“ Und auf dem Kontoauszug ist IBAN ebenfalls vermerkt. „Wir helfen unseren Kunden natürlich beim Ausfüllen der Überweisungsträger, wenn sie noch Probleme haben“, erläuterte Ernsting den Service des Hauses.

Diesen bietet auch die Filiale der Kreissparkasse Steinfurt, wenn Kunden mit IBAN nach der Umstellung nicht klar kommen. „Das kommt aber relativ selten vor. Die IBAN wird gut angenommen“, blickt Hendrik Brink aufs Tagesgeschäft.

Er führt das auch auf eine Aktion der Kreissparkasse vom Januar zurück: „Wir haben alle Kunden angeschrieben, die zwischen August und November des vergangenen Jahres noch die alten Überweisungsträger genutzt haben.“ Ihnen sei nicht nur die Pflicht zur Umstellung auf die IBAN erläutert , sondern auch aufgezeigt worden, wie sich die Ziffernfolge zusammen setzt.

Anders als bei der Volksbank gibt es allerdings für etliche Sparkassen-Kunden eine kleine Hürde, die sie zusätzlich überwinden müssen. „Wir haben teilweise Kontonummern, die weniger als zehn Stellen haben. Und hier muss innerhalb der IBAN zwischen der Bankleitzahl und der Kontonummer mit Nullen aufgefüllt werden“, erläutert Brink.

Wem das alles noch zu kompliziert ist, für den gebe es aber nach wie vor individuell vorgedruckte Überweisungsträger – mit der richtigen IBAN und der BIC. Diesen Code ihres Geldinstituts müssen sich Bankkunden nämlich auch noch merken.



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