Mi., 17.02.2016

Anliegerstraßen Straßensanierung kommt

Lange Gesicher gab es bei den Anliegern der Straßen. Als der Beschluss für die Sanierung erfolgte, verließen etliche laut schimpfend der Saal.

Lange Gesicher gab es bei den Anliegern der Straßen. Als der Beschluss für die Sanierung erfolgte, verließen etliche laut schimpfend der Saal. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

Endgültig beschlossen wurde vom Rat der Einstieg in die Sanierung der Gronauer Straße und der Friduwistraße. Mehr als 20 Anlieger verfolgten die Debatte im Amtshaus. SPD und UWG wollten die Maßnahme nochmals verschieben, scheiterten aber an der CDU-Mehrheit.

Von Dieter Huge sive Huwe

Die Zuschauerstühle des Sitzungssaals waren komplett gefüllt – wieder einmal ging es um die Sanierung der Gronauer Straße und der Friduwistraße. Mehr als 20 Anlieger verfolgten die Debatte im Gemeinderat. Ihnen war klar: Die Entscheidung würde am Abend fallen.

Mit den Stimmen der Unionsmehrheit in der Bürgervertretung wurde in der Einzelabstimmung ein weiteres Hinauszögern der Arbeiten verhindert. SPD und UWG hatten für eine erneute Verschiebung plädiert, konnten sich aber angesichts der Mehrheitsverhältnisse nicht durchsetzen. Letztlich war es ein finales Statement der beiden kleineren Fraktionen, denn den Haushalt trugen sie ja mit (wir berichteten).

Andreas Sievert hatte für die Sozialdemokraten nochmals argumentiert, dass die Sanierungen weder dringend noch akut wichtig seien. Ansgar Stening (UWG) schloss sich dieser Argumentation an und kritisierte, dass eine betriebswirtschaftliche Betrachtung durch die Verwaltung zu kurz greife.

Diese hatte in einem mehrseitigen Papier das Verfahren dargestellt und aufgezählt, „in welcher Form die Gemeinde den Betroffenen bislang entgegengekommen“ sei, etwa durch die Reduzierung der Beiträge in der Satzung, einem zusätzlichen Gutachten und der Maßnahmenverschiebung. Ende Januar habe es ferner ein weiteres Gespräch mit den Anliegern gegeben, in dem angeboten wurde, sie beim Planungsprozess mit ins Boot zu holen.

Nachdem die Verfahren Gronauer Straße/Friduwi­straße nun in die Planung gehen, schlägt die Verwaltung für die künftigen Sanierungsmaßnahmen vor, die Anlieger sofort zu benachrichtigen, sobald ihre Straße in der Finanzplanung auftaucht, zwei Jahre vor der Sanierung eine erste Infoveranstaltung durchzuführen und ihnen anzubieten, sie am Planungsprozess zu beteiligen.

Etlichen der Anlieger im Saal war nach dem Beschluss die Enttäuschung deutlich anzumerken. Eine Frau drückte es so aus: „Komm, wir gehen nach Hause.“



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3812946?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F